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Etappenziel: Der Relegationsplatz ist erreicht

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Peter Seidinger (l.) und Fabian Datz versuchen mit großem Einsatz, dem Vachendorfer Stürmer den Ball abzujagen. (Foto: Waßmuth)

Bischofswiesen – Der FC Bischofswiesen zeigte im Abstiegskampf neuerlich eine starke Leistung und holte gegen den Tabellenvierten SC Vachendorf ein hoch verdientes Remis. Damit wurde es zwar nichts mit der Revanche für die unglückliche 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel, aber durch den Punktgewinn rückte der FC Bischofswiesen erstmals auf den Relegationsplatz vor, den er sich mit dem SV Laufen teilen muss.


Etwas sauer waren die Gäste über die Tatsache, dass sie trotz eines perfekten Rasenplatzes auf dem Kunstrasen spielen mussten. »Unser Platz ist weit schlechter als der Bischofswieser Rasenplatz, wir können nicht verstehen, warum wir nicht auf dem Rasen gespielt haben«, so der Vachendorfer Trainer Adrian Klein.

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Vom Anpfiff des Schiedsrichters Markus Pilz vom ASV Piding an entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, die sich vornehmlich im Mittelfeld abspielte. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidende Vorteile erarbeiten. Dennoch sahen die 120 Zuschauer einige wenige packende Strafraumszenen. Zunächst eroberten die Vachendorfer die Feldhoheit, ohne sich jedoch entscheidend durchsetzen zu können. Obgleich beim FC Bischofswiesen Spielgestalter Sebastian Vorberg, Felix Tschischke und Markus Koller fehlten, hielten die Platzherren die Begegnung jederzeit offen.

In der 12. Minute musste jedoch Schlussmann Stefan Schnitzlbaumer all sein Torhüterkönnen aufbieten, um einen Rückstand zu vermeiden. Auch die nächste Chance gehörte den Gästen, da sich der technisch versierte Mittelstürmer Georg Klauser durchsetzte, aber in Schnitzlbaumer seinen Meister fand. Auf der anderen Seite kam Mittelstürmer Fabian Datz zu einer Möglichkeit, die er jedoch vergab. In der Folge neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, sodass es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel drückte der FC Bischofswiesen vehement auf einen Treffer. Dieser stellte sich schon in der 50. Minute durch Markus Huthöfer ein. Doch nach dem Anstoß schien die Bischofswieser Defensive noch im Rausch des Führungstreffers, passte nicht auf und schon stand es durch Alexander Loreck 1:1.

Wenig später forderten die Bischofswieser Elfmeter, nachdem Datz im Strafraum bei einem Zweikampf zu Boden gegangen war. Doch Pilz ließ weiter laufen, er hatte wohl die Situation am besten gesehen. Warum Pilz in der 64. Minute den starken Vachendorfer Mittelfeldspieler Maximilian Loreck jedoch vom Platz stellte, blieb sein Geheimnis. Koller und Loreck hatten sich im Zweikampf behakt. Weil der Vachendorfer vorher schon einmal »gelb« gesehen hatte, schickte der Unparteiische Loreck vom Platz. Doch nur vier Minuten später war die numerische Überlegenheit der Platzherren wieder egalisiert. Vielleicht als Konzessionsentscheidung schickte der Unparteiische nun Koller wegen eines Allerweltfoulspiels auch vom Platz: »Diese beiden Platzverweise waren doch völlig unnötig«, befand Sebastian Koller, der wieder einmal viel gerackert und für Unruhe in den Vachendorfer Reihen gesorgt hat.

»Einen Sieger hat dieses Spiel nicht verdient. Wenn man die weiteren Ergebnisse betrachtet, dann war es für uns ein Punktgewinn. Wir haben es jetzt selbst in der Hand, den Klassenerhalt direkt oder über die Relegation zu schaffen«, gibt sich Vorstand Andreas Maltan selbstbewusst.

Das Vorspiel der zweiten Mannschaften des FC Bischofswiesen und des Tabellenführers ESV Freilassing II ist ausgefallen, weil der FC Bischofswiesen aus Personalnot keine Mannschaft aufs Feld brachte. Damit wurde die Abstiegsgefahr für die Bischofswieser noch einmal größer. »Ich kann die Personalpolitik von Trainer Kaindl nicht verstehen, der immer mehrere Spieler aus der zweiten Mannschaft nimmt«, stellte der Trainer der Reservemannschaft, Kevin Jansing, enttäuscht fest.

FC Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Jung, Seidinger, Bogner, M. Strauch, Geisler, Huthöfer, Ottmann, Gruber, S. Koller, Datz, Hölzl, Moralis. Christian Wechslinger

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