Bildtext einblenden
Hier wurde am Schmugglerweg eine Stelle auffällig, wo Handlungsbedarf dringend ist. Dort fällt die Böschung steil zur Ache ab. Derzeit ist die Wegesicherung nur mittels Stacheldraht provisorisch hergestellt. Das soll sich bald ändern. (Foto: Wunderlich)

Eventuell neue Schwergeräte für den Schlechinger Bauhof

Schleching – Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Geschäftsleiter Martin Plenk die Mitglieder zu den Überlegungen, für den Bauhof einen Radlader und einen Bagger zu beschaffen; eventuell gebraucht für 50.000 Euro für den Radlader und 25.000 Euro für den Bagger. Der Vorteil wäre mehr Unabhängigkeit von Fremdfirmen oder Anmietung der Geräte samt Personal.


Eine Aufstellung der letzten fünf Jahre zeigt Kosten von rund 157.000 Euro extra, wobei der Schwerpunkt beim Winterdienst liegt, aber auch bei Kanal, Tourismus, Grabungsarbeiten, Wasserversorgung. Plenk stellte klar, dass die Mitar-beiter des Bauhofes sicher nicht alle Aufgaben in Eigenregie bewerkstelligen können, aber mit den zwei Schwermaschinen wären die Einsätze flexibel und unabhängig möglich.

Können Mitarbeiter noch mehr arbeiten?

Claus Rathje (UBS) meinte: »Mehr Geräte gleich mehr Arbeit«. Er fragte, ob das die Mitarbeiter leisten können und ob es dann wirklich eine Entlastung bringt, und forderte eine genaue Kosten-Nutzen-Rechnung.

Dem stimmte Bürgermeister Josef Loferer (CSU) zu. »Wir müssen wirtschaftlich denken«, aber viele Arbeiten des Bauhofs müssten per Hand gemacht werden. Allein, wenn es ums Schaufeln geht, könne ein Bagger die Effektivität erheblich erhöhen. Christian Zaiser (UBS) wandte ein, dass für gebrauchte Geräte ab einem gewissen Alter auch mehr Reparaturen anfielen.

Martina Hammerl-Tiefenböck (UBS) sah die Problematik der sicheren Unterbringung der neuen Geräte und verwies dabei auf den geringen Platz am Bauhof. Dabei regte Plenk auch einen Anbau an. Remigius Bauer (parteilos) schlug vor, die Loipengeräte nach Ettenhausen auszulagern. Auch die Idee, die Geräte zu leasen, kam auf. Im Tenor standen der Bürgermeister und die Gemeinderäte den Anschaffungen positiv gegenüber. Die Verwaltung wurde beauftragt, Angebote über die verschiedenen Möglichkeiten einzuholen und auszuloten, was das Sinnvollste wäre.

Martin Plenk informierte weiter über ein Problem am Schmugglerweg, den er für den Tourismus als wichtigen Faktor sah. Es sei ein Hauptanliegen der Gemeinde, den Wanderweg entsprechend zu präsentieren. Dazu gehöre auch die Wegesicherheit. An einer Stelle sah er dringenden Handlungsbedarf. Dort fällt die Böschung steil zur Ache ab. Derzeit sorge nur ein Stacheldraht provisorisch für Sicherheit. Die Firma HTB Baugesellschaft mbH aus dem Pitztal habe ein Angebot zur kurzfristigen Reparatur für rund 12.000 Euro brutto abgegeben. Schnell waren sich die Gemeinderäte einig, dass die Arbeiten schnell erledigt werden müssen.

Keine gewerbliche Nutzung im »Elmenfeld«

Bereits im November hat der Gemeinderat das Verfahren zur Neuaufstellung des Bebauungsplans »Elmenfeld« eingeleitet. Die Öffentlichkeits- und Trägerbeteiligung wurde durchgeführt. Die ursprünglichen Abwägungsvorschläge der Verwaltung kamen in der Gemeinderatssitzung im Mai aufgrund eines Antrags, den Tagesordnungspunkt zu vertagen, von Claus Rathje (UBS) nicht zum Vortrag. Er sollte die zweite Bürgermeisterin Elfie Bachmann vertreten.

In der aktuellen Sitzung wurde unter Leitung von Elfie Bachmann (UBS) nun die Anhörung öffentlicher Belange durchgesprochen. In den Textlichen Festsetzungen wurde sinngemäß eingefügt, dass eine gewerbliche Nutzung im Wohngebiet ausgeschlossen ist. Die beschlossenen Änderungen werden im Bebauungsplanentwurf eingearbeitet, und es erfolgt eine erneute verkürzte Auslegung.

Plenk berichtete, dass die Betreiber der »Gastro & Betrieb Geigelstein GmbH« erneut zur Gemeinderatssitzung eingeladen wurden. Die erste Zusage einer Vorstellung war im November und wurde kurz vor der Sitzung abgesagt. Es erfolgte keine Rückmeldung auf die erneute Einladung.

Weiter wurde von der Verwaltung angeregt, das Thema »Webcam« zu überdenken. Plenk meinte, die derzeitigen Webcams erfüllten nicht mehr den Sinn und Zweck der Werbung für Schleching. Eine schlechte Bildqualität und die Wahl der Standorte seien nicht optimal. Das stieß auf Zustimmung der Gemeinderäte. Remigius Bauer meinte dazu, die meisten Nutzer schauten wegen des aktuel-len Wetters eine Webcam an und wünschte sich eine Kamera mit einem Standort, der möglichst das ganze Tal abdeckt, eventuell mit einem Panoramabild.

Sämtliche Mitglieder des Gemeinderats sprachen sich für eine Neuaufstellung aus. Es wird eine geeignete Kamera erworben und an prominenter Stelle installiert.

Neue E-Ladesäule kostet 12.000 Euro

Auch das Thema Ladesäule für Elektrofahrzeuge vor dem Bürgerhaus wurde angesprochen. Plenk informierte dazu, dass für die Säule nicht einfach ein Bezahlsystem eingeführt werden kann, da es nicht möglich ist, sie eichrechtskonform umzurüsten.

Für eine neue Ladesäule mit Bezahlsystem müssten zirka 12.000 Euro investiert werden. Michael Bachmann (CSU) und Timo Kleinschroth (UBS) forderten hierfür eine zeitgemäße Lösung. Kleinschroth forderte eine Ladesäule mit Bezahlfunktion sowie einen Service für eine Schnellladefunktion. Bei den aktuellen Strompreisen müsste sich die Investition schnell amortisieren.

Plenk sagte, dass in der nächsten Gemeinderatssitzung ein Fachmann vom Landratsamt Fragen beantworte. Elfie Bachmann und Remigius Bauer trugen Anregungen von Bürgern vor. So soll an der Unterführung am Spielplatz ein Hinweis-Schild »Achtung Kinder« für zu schnell fahrende Radfahrer angebracht werden und im Bereich des Spielplatzes soll geklärt werden, ob ein Schild »Hunde anleinen« aufgestellt werden darf.

wun