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Experte: Kein Glas hält dauerhaften Angriffen stand

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Dresden (dpa) - Der Einbruch ins Dresdner Grüne Gewölbe mit der Zerstörung einer Vitrine wirft Fragen nach der Widerstandsfähigkeit von Sicherheitsglas auf.


Die Branche teilt es in vier Kategorien mit weiteren Unterteilungen ein. Grundsätzlich gibt es die Kategorien Durchwurfhemmung, Durchbruchhemmung, Durchschusshemmung und Sprengwirkungshemmung. »Diese Widerstandsklassen und Bezeichnungen geben an, welchem Angriffsgewicht, welchem Angriffswerkzeug oder welcher Angriffswaffe die Scheibe für eine definierte Zeit standhalten muss. Das ist wichtig zu wissen, da keine Scheibe dem dauerhaften Angriff standhalten kann«, erklärte Uwe Reier, Geschäftsführer der Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH im sächsischen Lauta.

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Laut Reier besteht das üblicherweise für Museumsvitrinen verwendete Glas aus zwei Scheiben Floatglas und zwei dazwischen laminierten PVB- Folien. Dieses Verbundsicherheitsglas sei in die Widerstandsklasse Durchwurfhemmung P3A einzuordnen und werde wie folgt definiert: »Eine 1100 Millimeter mal 900 Millimeter große Scheibe muss dem dreimaligen Aufprall einer 4,11 Kilogramm schweren Stahlkugel mit 10 Zentimeter Durchmesser aus 6 Meter Höhe standhalten.«

Einem mehrfachen Angriff mit einer Axt - wie im Grünen Gewölbe von Dresden geschehen - könne dieses Glas nicht standhalten, sagte Reier.