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Ex-Schiedsrichter Rafati: «Systematisch gemobbt»

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Ex-Schiedsrichter Babak Rafati bekräftigt seine Vorwürfe. Foto: Angelika Warmuth Foto: dpa

Hamburg (dpa) - Der frühere Bundesliga-Referee Babak Rafati hat seine Angriffe gegen die Schiedsrichter-Chefs Herbert Fandel und Hellmut Krug bekräftigt.


«Das sind keine Vorwürfe. Sondern ich habe alles, was ich erlebt habe, im Detail beschrieben», sagte der 42-Jährige in der ARD-Sendung «Beckmann». Er bekräftigte, dass er sich über längere Zeit von Fandel «menschenunwürdig, sehr kalt und persönlich verletzend» behandelt gefühlt habe – «man hat mich systematisch gemobbt».

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Fandel hatte schon am Mittwoch auf die Vorwürfe reagiert und sie zurückgewiesen. Auch andere leitende Schiedsrichter-Funktionäre im DFB und bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) nahmen Fandel in Schutz.

Ex-Schiedsrichter Rafati betonte in dem Gespräch, dass er niemandem die Schuld an seinem Suizidversuch vor 16 Monaten gebe. «Ich sehe niemanden als Täter und mich selbst als Opfer. Darum geht es mir gar nicht. Mir geht es einfach darum, diese Missstände in diesem Bereich, in dem ich tätig war, aufzudecken. Was in dieser Nacht passiert ist, muss ich mir ganz allein zuschreiben. Diese Tat wollte ich mir antun – und niemand anders», sagte Rafati.