weather-image
20°

Extrem tanzbar: Seeed veröffentlichen »Bam Bam«

0.0
0.0
Seeed
Bildtext einblenden
Bei Seeed geht es wieder rund. Foto: Erik Weiss/dpa Foto: dpa

Nach dem Tod von Sänger Demba Nabé im Vorjahr stand ein neues Album der Berliner Pop-, Hip-Hop- und Reggae-Band Seeed in den Sternen. Nun hat es doch geklappt - und das Ergebnis klingt äußerst tanzbar.


Berlin (dpa) - Lange Zeit war nicht abzusehen, ob es ein fünftes Album von Seeed (»Ding«, »Dickes B«) geben würde. Nach dem überraschenden Tod von Sänger Demba Nabé im Mai vergangenen Jahres dachte die Berliner Band um das verbliebene Gesangsduo Pierre Baigorry alias Peter Fox und Frank Dellé auch tatsächlich daran, aufzuhören.

Anzeige

Zur Freude ihrer schon länger internationalen Fangemeinde haben sich die nun zehn Musiker entschieden, wieder ins Studio zu gehen. Mit »Bam Bam« ist jetzt ein Album mit elf frischen Songs erschienen - extrem tanzbar und Platz-eins-verdächtig. Die Platte erscheint auch gerade rechtzeitig zu einer am 11. Oktober in Frankfurt/Main beginnenden Tournee.

Musikalisch von Nabé Abschied genommen haben Seeed mit der bereits veröffentlichten Single »Ticket«, die auch das neue Album eröffnet. Bereits dieses Stück, aber auch der folgende Song »Lass sie gehn« oder das soeben erschienene »G€ld« stehen für das bewährte Gespür der Band, mit ihren Beats direkt auf die Beine zu zielen.

Gleich viermal haben sich Seeed musikalische Verstärkung für das Album geholt. Der Hip-Hop-Musiker Trettmann ist bei »Immer bei dir« dabei, für »Lass das Licht an« konnte man Deichkind gewinnen, die Rapperin Nura ist auf »Sie ist geladen« zu hören, Salsa 359 hat »Love Courvoisier« mitgestaltet.

Entsprechend vielfältig zeigt sich »Bam Bam«. Stilistisch steht diese Band ohnehin für extrem viel Abwechslung. Auch das neue Album bringt wieder eine gut hörbare Mischung mit Dub, Hip-Hop, Dancehall, Afro-Trap und Reggae zusammen. Dazu werden bei »What A Day« noch dramatische Violinen und schicksalsschwere Streichbässe mit verspielten Cembalo-Tönen vermengt.

Thematisch stehen bei Seeed kaum Überraschungen an. »Komm in mein Haus« lässt sich als Willkommenshymne verstehen, »G€ld« nimmt die verfettete Bling-Bling-Schickeria aufs Korn. Und natürlich geht es in den Texten viel um Liebe und Stress, um Leid und Sex.

Website Seeed