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Falscher »Polizeiporsche« sorgt in München für Aufregung – Und was sagt die echte Polizei dazu?

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München: Polizeiporsche sorgt für Aufregung – Und was sagt die Polizei dazu?
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Ein Porsche mit der Beschriftung »Police« steht in München am Max-Joseph-Platz. Das Auto sorgt jetzt für Gesprächsstoff. (Foto: Marie Schneider/Mucbook/dpa)

München – Ein ganz spezieller Porsche sorgt in München für Gesprächsstoff. Der Grund: Der Flitzer sieht auf den ersten Blick aus wie ein Polizeiauto. Kurios ist die Erscheinung allemal, aber auch aus rechtlicher Sicht spricht nichts dagegen.


Erst bei genauem Hinsehen wird klar: Das PS-starke Gefährt ist kein Dienstfahrzeug, sondern wie ein Streifenwagen in neongelb und blau eingefärbt; auf der Motorhaube und an den Seiten prangt jeweils der Schriftzug »Police«. Eine Journalistin des Münchner Stadtmagazins »Mucbook« hatte das Fahrzeug fotografiert. Wenig später verbreitete sich das Bild in den sozialen Netzwerken.

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Der Münchner Polizei selbst ist das Auto seit längerem bekannt. »Der Porsche fährt unseres Wissens nach schon seit ein paar Jahren durch die Stadt - früher noch in dem typischen grün/weiß«, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Von polizeilicher Seite sei grundsätzlich nichts einzuwenden. Bezüglich Farbe und Motive auf einem Auto gebe es keine direkten Vorschriften – solange weder der Schriftzug »Polizei« noch das bayerische Staatswappen abgebildet seien. »Das würde sonst unter Missbrauch von Amtstiteln fallen«, sagte der Sprecher. Aus Sicherheitsgründen dürften aber die Neonstreifen nicht großflächig reflektieren, um andere Autofahrer nicht zu blenden.

Auch wenn der Fake-Polizei-Flitzer, über den auch der Bayerische Rundfunk berichtet, für Schmunzler sorgt, sieht der Sprecher polizeiähnliche Autos mit gemischten Gefühlen. »Wir sehen auch immer wieder Fahrzeuge, auf denen ›Pozilei‹ steht. Rechtlich ist das schon in Ordnung – aber wenn jemand wirklich Hilfe braucht und so ein Fahrzeug an ihm vorbeifährt, kann das auch kontraproduktiv sein.«

red/dpa/lby