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Farben im Fluss

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Die Traunsteiner Musiklehrerin und Künstlerin Viola Mathias vor einigen ihrer Seidenmalerei-Bilder in der Traunsteiner Kulturfabrik NUTS. (Foto: Heel)

Schon seit Langem beschäftigt sich die Traunsteiner Musiklehrerin und Künstlerin erfolgreich mit der Seidenmaltechnik, die schon im alten China gepflegt wurde. Sie gestaltet Landschaften, stilisierte Tier- und Pflanzenmotive, Phantasiegebilde oder freie Farbkompositionen, mal mit scharfen Konturen, dann wieder mit sanften, fließenden Übergängen, aber immer konstruktiv klar und mit Blick für das Wesentliche.


Auf die Idee, ihre Arbeiten erstmals in einer Ausstellung zu präsentieren, brachte sie ihr Ehemann Heli Punzenberger, ebenfalls Musiklehrer und ein weithin bekannter Gitarrist und Bandleader dazu. Als Ausstellungsort wurde das Foyer der Traunsteiner Kulturfabrik NUTS gewählt, eine Lokalität, die bei Künstlern in der Region immer beliebter wird, weil das Publikum hier beides verbinden kann: den Besuch eines Konzerts etc. und das Betrachten von Kunstwerken.

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Kreativität und Fantasie im Überfluss

Allerdings fragt man sich angesichts der Vitalität und Vielfalt der ausgestellten Bilder bzw. einer offenbar im Überfluss vorhandenen Fantasie und Kreativität, wieso erst jetzt? Weil für Viola Matthias die Malerei immer ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ist? Vielleicht. Immerhin braucht es eine gute Portion Beharrlichkeit, um hier etwas zu erreichen, um eine eigene, unverwechselbare Bildsprache zu entwickeln. Zumal sie nach einem Musikstudium hauptberuflich seit mehr als 25 Jahren an zwei Musikschulen im Landkreis Traunstein sowohl Klavier & Cellounterricht als auch Gesangsunterricht gibt.

Ein Umstand, auf den auch Ursula Ley, die Kulturreferentin der der Stadt Traunstein, in ihrer warmherzigen Laudatio hinwies. Finden sich in den Bildern der Künstlerin doch viele musikalische Motive wie Notenschlüssel, Instrumente oder Notenlinien. Frau Ley erwähnte auch, dass Viola Matthias durch den Auftrag, Weinreben zu malen, ihre Seidenmaltechnik auf aquarellartiges Malen ausgeweitet habe und hob die leuchtenden Farben hervor, die Zartheit der wie hingehauchten Kompositionen, die wunderschöne Effekte erzeugten.

Musikalisch umrahmt wurde die sehr gut besuchte Vernissage von Heli Punzenberger und Angelika Bjarsch, die mit ihrem Gitarrenspiel eine Reihe von Blues- und Rockklassikern zum Besten gaben, so dynamisch und gefühlsintensiv, dass man zeitweise gar nicht wusste, auf was man sich mehr konzentrieren sollte, auf die Bilder oder auf die Musik. Aber so ist das eben, wenn ein Künstlerpaar einlädt, noch dazu in so einer angenehmen Umgebung wie im NUTS.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Januar 2016 und ist von Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und an Veranstaltungstagen ab 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Wolfgang Schweiger