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Farbenfroher Hochgenuss in alten Gemäuern

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Christine Hötzendorfer (Zweite von rechts) gab bei der Eröffnung gerne Erklärungen zu den Werken ab. Passend zur Ausstellung erläutert sie hier das Bild »Unterwasser-Fest«. (Foto: Maria Horn)

Eine Ausstellung im alten Sudhaus des Klosters gehört beim Höglwörther Kulturherbst seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der Veranstaltungsreihe. Regionale Künstler finden hier eine Plattform, ihre Werke zu präsentieren. Die Waginger Künstlerin Christine Hötzendorfer gewährt heuer einen aufschlussreichen Einblick in ihr Schaffen. Bei der Eröffnung stand sie den Besuchern für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.


Der Rundgang durch die alten Gemäuer ist ein bunter Hochgenuss. Christine Hötzendorfer beweist Witz und Charme, lässt Gegenständlichkeit wirken und setzt auf ein eindringliches Farbenspiel. Die Waginger Künstlerin nimmt Beobachtungen aus der Umgebung auf und setzt sie auf der Leinwand um. Ihre Bilder zu betrachten, macht einfach Spaß. Sie wendet sich ab von abstrakten, surrealen Darstellungen und bekennt sich zu klaren Akzenten.

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Ihre Werke wirken sehr ästhetisch, sind mit einer gewissen Leichtigkeit behaftet und nehmen den Besucher automatisch mit auf eine Gedankenreise. Denn trotz der Eindeutigkeit und klaren Darstellung bleibt dem Betrachter genug Freiraum, eigene Fantasie zu entwickeln oder einfach nur Eindruck zu genießen, den jedes einzelne Bild verströmt. Gerne verweilen die Besucher am Eröffnungssonntag ein wenig länger vor den Bildern, die an den Wänden hängen. Christine Hötzendorfer gibt den Kulturfreunden gerne Auskunft zu Maltechniken und Entstehung der Werke. Mit ihrer erfrischenden und aufgeschlossenen Art spiegelt sie das wider, was sie in ihren Bildern zum Ausdruck bringt. Die Waginger Künstlerin arbeitet seit 1996 frei schaffend und hat ihr »Handwerk« im Laufe der Jahre über Seminare sowie Unterrichtsstunden an der Reichenhaller Akademie angeeignet. Unter anderem nahm sie Unterricht bei Walter Angerer dem Jüngeren und Gerhard Almbauer. 1997 nahm sie Kunstunterricht bei Professor Natalja Ketschetova und Konstantin Michailov von der Kunstakademie Moskau. Durch die intensiven Schulungen konnte das künstlerische Potenzial weiter ausgebaut werden.

Ihre Motive beinhalten Themen wie Stillleben, Akt- und Landschaftsmalerei, die Künstlerin setzt aber auch auf traditionelle und regionale Elemente. So ist derzeit in Höglwörth während des Kulturherbstes eine bunte Bilderschau zu sehen, die erfrischend wirkt und den Besucher in den Betrachtungen der Werke nicht überfordert, sondern ihn vielmehr einfach nur »Farbe genießen lässt«.

Die weiteren Öffnungszeiten sind am morgigen Freitag, von 17 Uhr bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 19 Uhr; außerdem am Samstag, 26. September von 10 bis 17 Uhr, am Sonntag, 27. September von 10 bis 17 Uhr, am Freitag, 2. Oktober von 17 bis 20 Uhr, am Samstag, 3. Oktober von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag, 4. Oktober von 10 bis 19 Uhr. Maria Horn