weather-image
23°

Faszination Mensch musikalisch dargestellt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Traunreut unter Leitung von Stephan Schilcher bot im k1 ein beeindruckendes Konzert. ( Foto: Pia Mix)

Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Traunreut hat für das diesjährige Konzert das Motto »Faszination Mensch« gewählt und dazu ein abwechslungsreiches, musikalisch sehr hochwertiges Programm auf die Beine gestellt. Die Konzertbesucher im k1 waren tief beeindruckt von der Qualität der Darbietungen.


Ein Besucher meinte: »Ein schlechter Dirigent hat den Kopf in der Partitur, ein guter hat die Partitur im Kopf.« Genauso verhält es sich bei Stephan Schilcher, der seit Gründung des Sinfonischen Blasorchesters im Jahr 2008 dessen Leiter ist. Er braucht offenbar keine Noten, weil er sie alle auswendig weiß, und dirigiert das 50-köpfige Orchester mit ganzem Körpereinsatz und offensichtlicher Freude. Zwischen den einzelnen Programmpunkten versteht er es zudem, im lockeren Plauderton die Stücke vorzustellen und kurz zu erläutern.

Anzeige

Dass er beinah über seinen eigenen Ehrgeiz gestolpert sei, erzählte er anhand der »Harry Potter Symphonic Suite«. Das sehr anspruchsvolle Stück von John Williams habe ihn von Anfang an gereizt, aber auch vor eine große Herausforderung gestellt. Bei den ersten Proben sei deutlich geworden, dass das rasante und im Rhythmus ständig wechselnde Musikstück ziemlich schwierig zu spielen ist. Stephan Schilcher habe sich aber gedacht, »meine Musiker schaffen das«. Und wer den Orchesterchef kennt, weiß, dass der Perfektionist nicht aufgibt, bis es genau passt. So war es denn auch am Konzertabend und das Publikum zollte der hervorragenden Darbietung nicht nur dieser Suite begeisterten Applaus.

Daneben gab es unter anderem einen Ausflug in die Welt südamerikanischer Tänze, ein Arrangement von Liedern aus dem Musical »Chess«, das die beiden ABBA-Mitglieder Benny Andersson und Björn Ulvaeus komponiert haben, ein Stück über den »Oympic Spirit«, ein weiteres über den »Spirit of the sequoia«, die amerikanischen Mammutbäume, und schließlich als Schluss- und Höhepunkt den Song »Music was my first love« von John Miles. Als Zugabe spielte das Blasorchester noch »The king of love my sheperd is« von Alfred Reed und als Rausschmeißer den Marsch »mit vereinten Kräften«.

Wie Stephan Schilcher erläuterte, war ein halbes Jahr Proben notwendig, um das Programm einzustudieren, und das für ein einziges Konzert. Der Applaus bestätigte ihn und seine Musiker in der Arbeit und gibt Zuversicht für die nächste Probenphase und das darauf folgende Konzert. Pia Mix