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Faszinierende Bilderwelten und kreative Wortpoesie

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Schüler und Menschen mit Handicaps ließen sich beim Kunstprojekt »Wort:Bilder« im Traunreuter Museum »DASMAXIMUM« zu eigenen Gedicht-Kreationen inspirieren. Ein Teil davon wurde im Rahmen des Abschlussfests bei den Chiemgauer Kulturtagen vorgestellt. (Foto: Effner)

Eine ganz unvoreingenommene Begegnung mit Kunst, verbunden mit einem kreativen Umgang mit Sprache: Seit dem Start des Projekts »Wort:Bilder« bei den Oberbayerischen Kulturtagen 2013 verzeichnet die Kulturstiftung »DASMAXIMUM« in Traunreut eine sehr positive Resonanz auf die jährlichen Neuauflagen dieser ungewöhnlichen Aktion.


Die Idee dahinter ist, Menschen, die normalerweise nicht ins Museum gehen, ohne alle didaktischen Vorgaben ein unverkrampftes, spontanes und anregendes Erlebnis von hochkarätigen Kunstwerken zu ermöglichen. Teilnehmer von der Lebenshilfe, aus der Jugendsiedlung und Seniorenheimen, aber auch von unterschiedlichen Schülergruppen wurden bei den Kunstbegegnungen ihrerseits zu beeindruckenden Gedichten und Wortpoesien angeregt. Nach der vorangegangenen Projektwoche im April mit rund 200 Teilnehmern kamen gut 70 Besucher verschiedener Gruppen mit Begleitern zum Abschlussfest mit der Präsentation einiger Arbeiten ins Museum »DASMAXIMUM«, die im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage stattfand.

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Die besondere Note erhält das Projekt »Wort:Bilder« durch die Diplom-Psychologin Pauline Füg und die Diplom-Berufspädagogin Henrikje Stanze, die beide als Bühnen-Poetinnen im virtuosen Umgang mit Sprache geschult sind. Beide lernten im New Yorker Museum of Modern Art mit Gary Glazner, dem Pionier des Arbeitens mit Demenzkranken im Museum, das erstaunliche Zusammenwirken von Kunst und Poesie kennen. Glazners Konzept haben sie für ihre Projektarbeit in Deutschland übernommen und als Therapieform »DemenzPoesie« weiterentwickelt.

Wie Museumsleiterin Dr. Birgit Löffler betonte, ist das Projekt wohl gerade deshalb so erfolgreich und beliebt, »weil wir passend zur hochkarätigen Kunst im Museum auch die besten Projektleiterinnen für die Kunst-Poesie gewonnen haben«. Henrike Stanze promoviert gerade in der Palliativforschung an der Universitätsmedizin Göttingen. Pauline Füg ist bereits mit zahlreichen Literatur- und Sprachpreisen ausgezeichnet worden. Wie sie erklärte, schafft das neue Veranstaltungsformat »Wort:Bilder« durch die Verschmelzung von bildender Kunst und Literatur einen kreativen Rahmen, in dem viele Teilnehmer sichtbar aufblühen und dabei neue Welten und Perspektiven entdecken: »Kunst darf auch Spaß machen und ein neues Gemeinschaftsgefühl eröffnen.«

Dank der Unterstützung des Freundes- und Förderkreises DASMAXIMUM Traunreut, von namhaften Sponsoren und des Landkreises Traunstein fand das Projekt »Wort:Bilder« bereits zum vierten statt. Beim Abschlussfest sendete das Internet-Radio BUH, das vor Kurzem in neue Arbeitsräume in Stein an der Traun umgezogen ist, live aus dem »MAXIMUM«. Axel Effner

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