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Kurzporträt

Fatih Akin hat keine Angst vor kritischen Themen

Der Regisseur kam 1973 als Sohn türkischer Einwanderer in Hamburg zur Welt. Seine Filme greifen immer wieder das Leben zwischen verschiedenen Kulturen auf.

Fatih Akin
Der Hamburger Regisseur Fatih Akin hat für das deutsche NSU-Drama «Aus dem Nichts» einen Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film gewonnen. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

Berlin (dpa) - Fatih Akin gilt als einer der erfolgreichsten Filmemacher Deutschlands. Schon sein Debüt «Kurz und schmerzlos» von 1998 wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

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Es folgten die stimmungsvollen Dramen «Im Juli» und «Solino», bevor er mit dem Drama «Gegen die Wand» über eine junge Türkin 2004 seinen internationalen Durchbruch feierte: Das Werk machte Hauptdarstellerin Sibel Kekilli über Nacht berühmt und gewann den Goldenen Bären als bester Film der Berlinale sowie zwei Europäische Filmpreise.

Akin wurde am 25. August 1973 als Kind türkischer Einwanderer in Hamburg geboren. Auch seine Filme spielen häufig in Hamburg - und greifen immer wieder das Leben zwischen verschiedenen Kulturen auf. Dazu gehören auch die Komödie «Soul Kitchen» mit Adam Bousdoukos und Moritz Bleibtreu sowie das Drama «Auf der anderen Seite». Kritische Aspekte scheut Akin, der auch als Produzent und Drehbuchautor arbeitet, ebenfalls nicht: Mit «The Cut» griff er das Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich auf und prangerte mit der Doku «Müll im Garten Eden» die Müllverschmutzung in der türkischen Heimatregion seiner Eltern an.

Der Golden Globe für das NSU-Drama «Aus dem Nichts» ist Akins erster. Er lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen zwei Kindern in Hamburg.

Webseite "Aus dem Nichts"