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»Pure Encapsulations« gewinnt den Dolomitenmann – Team »Red Bull« mit Toni Palzer Fünfter

Favoritenmannschaft geschlagen

Vom ehemaligen österreichischen Weltklasse-Abfahrer Werner Grissmann ins Leben gerufen, fand die publikums-und medienträchtige Extremsportveranstaltung »Dolomitenmann« heuer zum 30. Mal statt.

Das Team »Red Bull« mit Toni Palzer (r.) landete beim 30. Dolomitenmann in Lienz unter 130 Teams an der fünften Stelle. (Fotos: privat)

Dabei machen sich ein Bergläufer über zwölf Kilometer und knapp 1 800 Höhenmeter, ein Gleitschirmflieger, ein Bergradfahrer und ein Wildwasser-Kajaker auf einen anstrengenden Weg. Die Bergläufer – darunter Toni Palzer (1:23:50), der hinter dem Weltklasse-Bergläufer Petro Mamu (1:22:03) und dem Italiener Philip Götsch (1:22:23) als Dritter ins Ziel kam – starteten in Lienz auf 674 Metern Seehöhe und liefen teilweise durch felsiges Gelände zum Kühbodentörl auf 2 441 Metern.

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Palzer war mit seiner Leistung höchst zufrieden, wurde er doch hinter dem Ex-Berglauf-Weltmeister Petro Mamu aus Eritrea Dritter. »Ich konnte aber die beiden amtierenden Berglauf-Weltmeister Victor Kiplangat aus Uganga und Joseph Gray aus USA distanzieren, was mich extrem gefreut hat. Leider hatte unser Bergradfahrer Alban Lakata (MTB-Marathon Weltmeister 2017) keinen guten Tag und verlor sehr viel Zeit auf die anderen.« Der junge Bergläufer und Skibergsteiger Stefan Knopf (Pichler & Proteam) kam in 1:28:46 Stunde als Neunter ins Ziel.

Nach den Bergläufern machten sich die Paragleiter auf den Weg zum Startplatz und schwangen sich in die Lüfte. Auf der Moosalm in 1 000 Metern Höhe landeten sie zwischen, danach war mit geschultertem Gleitschirm ein Aufstieg über 120 Höhenmeter zum Damenstart zu meistern. Zielort nach dem zweiten Flug war das Dolomitenstadion in Lienz, wo schon der Bergradfahrer wartete. Dieser fuhr über die Moosalm zur Hochsteinhütte (2 057 Meter). Danach ging es über die Skipiste talwärts zum Sportplatz Leisach, wo an den Kajakfahrer übergeben wurde.

Der Kajaker musste erst einmal die Drau durchschwimmen und dann aus sieben Metern Höhe sitzend im Kajak einen »Alpinstart« in das Wildwasser hinlegen. Nach 1,3 Kilometern mit einigen schwierigen Passagen ging es für den Kajakfahrer im Laufschritt mit dem Kajak am Buckel dem Ziel am Lienzer Hauptplatz entgegen.

Die großen Favoriten vom Team »Red Bull« mit Toni Palzer mussten nach ihrem Sieg im vergangenen Jahr dieses Mal mit Platz fünf zufrieden sein, weil der Bergradfahrer einen schlechten Tag erwischt hat. Gewonnen hat die Mannschaft »Pure Encapsulations«, die gut fünf Minuten vor dem Palzer-Team im Ziel am Lienzer Hauptplatz angekommen ist. cw