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Fed Cup: Deutsche Damen schaffen Wiederaufstieg

Stuttgart (dpa) - Nachdem sie den Fed-Cup-Krimi gegen Serbien erfolgreich gemeistert hatten, tanzten die deutschen Tennis-Damen ausgelassen über die rote Asche in der Stuttgarter Porsche-Arena. Mit der Deutschland-Fahne in der Hand führte Anna-Lena Grönefeld das deutsche Team auf der Ehrenrunde an.

Freudentanz
Das deutsche Damen Fed Cup Team feiert die Rückkehr in die Weltgruppe. Foto: Daniel Maurer Foto: dpa

«Wir haben es als Team geschafft. Das macht mich ganz besonders stolz», sagte Teamchefin Barbara Rittner nach dem 3:2-Erfolg gegen Serbien. «Jetzt ist für uns alles drin. Alle haben nun ihre besondere Erfahrung im Fed Cup gemacht. Jetzt geben wir Vollgas», versprach die 39-Jährige.

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Durch den hartumkämpften Sieg über den Vorjahresfinalisten vollendete die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes ihre Mission Wiederaufstieg und kehrt in die Fed-Cup-Weltgruppe der acht besten Nationen zurück. Damit kann die Mannschaft 2014 den nächsten Anlauf auf den ersten Titel seit 1992 nehmen.

Für den entscheidenden dritten Punkt sorgten Sabine Lisicki und Anna-Lena Grönefeld im abschließenden Doppel. Das deutsche Duo bezwang die serbische Paarung Vesna Dolonc und Aleksandra Krunic mit 6:2, 6:4. «Ich liebe diese Spiele, in denen es um alles geht», sagte Lisicki.

Nach dem Doppel-Erfolg brachen alle Dämme. Auch die dieses Mal nicht zur Mannschaft zählenden Andrea Petkovic, Julia Görges und Annika Beck warfen sich nach dem erlösenden Doppel-Triumph mit in die Jubeltraube.

Auf der Tribüne fiel DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg eine Zentnerlast vom Herzen. «Das hat richtig Nerven gekostet», gab Altenburg zu. «Der Wiederaufstieg war unser großes Ziel. Barbara Rittner und ihr Team haben das ganz toll gemacht», sagte der Präsident. Die Auslosung für die erste Runde der Fed-Cup-Saison 2014 findet am 10. Juli in Paris statt.

Vor dem Sieg von Lisicki und Grönefeld im Doppel hatte Mona Barthel die Gastgeberinnen mit einem hartumkämpfte Dreisatz-Sieg gegen Bojana Jovanovski wieder auf Kurs gebracht. Zum Auftakt des zweiten Tages hatte Kerber das Spitzeneinzel gegen Ana Ivanovic mit 5:7, 5:7 verloren und ihrer Teamkollegin damit eine Riesenportion Druck mit auf den Weg gegeben.

Nach furiosem Start merkte man der Fed-Cup-Debütantin den Druck, die Partie gewinnen zu müssen, auch deutlich an. Dem klaren 6:1 im ersten Durchgang folgte ein 3:6 im zweiten Abschnitt, so dass der Entscheidungssatz zur Zitterpartie wurde. Barthel musste drei Breakbälle abwehren, ehe ihr zum 5:3 das entscheidende Break gelang.

«Wir haben so ein tolles Team, wir gehören einfach in die Weltgruppe. Darum wollte ich diesen Punkt unbedingt holen, damit wir weiter eine Chance haben», sagte die 22-Jährige. Nach den Matchball fiel sie zunächst Teamchefin Barbara Rittner und danach dem kompletten Team um den Hals. Vor allem Petkovic hatte Barthel aus der Spielerbox immer wieder nach vorne getrieben. «Das Team hat mir unheimlich viel Energie gegeben», sagte Barthel, die wegen der großen Erwartungshaltung von einer «Extremsituation» sprach.

Kerber war völlig begeistert von ihre Teamkollegin. «Ich bin total erleichtert», sagte die deutsche Nummer eins nach Barthels Erfolg. Die Kielerin hatte gegen Ivanovic zuvor zwar eine gute Leistung gezeigt, sich am Ende nach 2:02 zum Teil hochklassigen Stunden aber doch mit 5:7, 5:7 geschlagen geben müssen. «Ich kann mir nicht viel vorwerfen. Ana hat einfach ein unglaubliches Match abgeliefert», sagte die Kielerin.

Ivanovic stimmte ihr zu. «Ich denke, das war mein bestes Match auf Sand seit meinem Sieg bei den French Open 2008», sagte die frühere Weltranglisten-Erste. Sie hatte Serbien am Samstag durch ein 7:6 (7:5), 2:6, 6:2 mit 1:0 in Führung gebracht. Danach hatte Kerber mit einem ungefährdeten 7:5, 6:2 gegen Jovanovski für den Ausgleich gesorgt.

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