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Feinschliff am Götschen und Jenner

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Die Damen der Slalom-Nationalmannschaft des Deutschen Skiverbands nutzten die Top-Bedingungen am Trainingszentrum Berchtesgaden: Helfer und Skidoo-Fahrer Martin Lenz (von links), Techniktrainer Markus Lenz, die beiden WM-Medaillengewinnerinnen Lena Dürr und Andrea Filser, Servicemann Domen Orazem und Physiotherapeutin Carina Kellner. Auf dem Bild fehlt Emma Aicher, die zu diesem Zeitpunkt beim Riesenslalomtraining am Götschen war. (Foto: Wegscheider)

Es ist nicht alltäglich, dass Medaillengewinner der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften am Götschen und Jenner trainieren, doch genau das war jetzt der Fall. Die deutschen Bronzemedaillen-Gewinnerinnen des Teamwettbewerbs in Cortina, Lena Dürr, Andrea Filser und Emma Aicher, nutzten die sensationellen Bedingungen am Götschen und Jenner, um sich auf die Weltcup-Rennen in Jasna (Slowakei) und Are (Schweden) vorzubereiten.


Techniktrainer Markus Lenz war für das Training verantwortlich. Er setzte die Kurse am Götschen und am Krautkaserhang. Die Sportlerinnen waren begeistert von der guten Piste und hatten nicht nur durch das strahlende Wetter gute Laune. Die Bedingungen waren mit durchgefrorenem Schnee und eisiger Piste am Morgen ideal.

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Lena Dürr war voll des Lobes über die Pistenverhältnisse. »Wir haben hier drei Tage richtig gut trainieren können und haben das auch voll ausgenutzt. Durch das tolle Wetter hat es natürlich noch mehr Spaß gemacht«, sagte die Slalomspezialistin vom SV Germering.

Auch Andrea Dürr zeigte sich begeistert über die Verhältnisse an beiden Hängen. »Mir taugt es, dass wir gut abwechseln können zwischen einer steilen Piste am Krautkaser und einem etwas flacherem Hang am Götschen. Im Weltcup ist beides gefordert und gerade in Bezug auf die noch anstehenden Weltcup-Rennen ist es nahezu ideal hier fürs Training. Wir haben es sehr gut ausgenutzt und hoffen nun auf gute Ergebnisse«, betonte die Bundeswehrsoldatin vom SV Wildsteig.

Die 17-jährige Emma Aicher (SC Mahlstetten) ist seit dieser Saison an der Chris-tophorusschule am Dürreck und kann somit schon von einem gewissen Heimvorteil sprechen, trainiert sie doch oft an beiden Hängen. »Mir gefällt es hier an der Schule und die Trainingsbedingungen sind wirklich optimal. Jetzt habe ich auch noch eine WM-Medaille, was ich mir so überhaupt nicht erträumt habe. Zurzeit läuft es für mich richtig gut«.

Trotz den Corona-Auflagen können die Sportler mit regelmäßigen Tests – diese werden vor allem in Bayerisch Gmain durchgeführt – ihre Einheiten in der Region abhalten, wodurch sich auch lange Anfahrtszeiten zum Training und Aufenthalte außerhalb der Heimat stark reduzieren. Das begrüßt auch Techniktrainer Lenz. »Es ist einfach schön, wenn man daheim trainieren kann. Das erleichtert vieles und das Training ist im Endeffekt zielgerichteter und effektiver. Mit dem Götschen und dem Jenner sind wir richtig gut aufgestellt und die Pisten sind dank der intensiven Arbeit der Raupenfahrer immer in einem Top-Zustand.«

Wegen der guten Bedingungen werden auch die Herren in den nächsten Tagen wieder zum Training vor Ort sein. Auch sie bereiten sich dann auf die letzten Rennen der Saison vor – und holen sich am Jenner und am Götschen quasi den Feinschliff. hw

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