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Festlicher Empfang für Biathlet Andi Birnbacher

Hervorragend besucht war der festliche Empfang für Biathlet Andi Birnbacher, den die Gemeinde Schleching veranstaltete.

Die Zuschauer auf dem Schlechinger Dorfplatz empfingen Biathlet Andreas Birnbacher mit Wunderkerzen. (Fotos: Wunderlich)

Zahlreiche Fans und Bürger füllten den Dorfplatz, um Birnbacher gebührend zu empfangen. Aus den Nachbargemeinden waren die Bürgermeister Hans Haslreiter, Unterwössen, und Bartholomäus Irlinger, Oberwössen gekommen. Die Schlechinger Alphornbläser stimmten auf den Empfang ein.

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Mit den Musikanten der Musikkapelle Schleching und der Dorfmusik mit Kapellmeister Walter Reisenauer zog Birnbacher unter dem Spalier von Langlaufskiern der Kinder- und Jugendgruppe auf dem Dorfplatz ein.

Bei seiner Ansprache auf dem Balkon des Bürgerhauses hob der Bürgermeister hervor, dass es für Schleching etwas Besonderes sei, so einen Spitzenathleten im Skiclub zu haben. Er würdigte die hervorragenden Leistungen, die Bronzemedaille mit der Staffel bei den Weltmeisterschaften in Nove Mesto (Tschechien), die sechs Stockerlplätze, davon zwei Weltcupsiege in Hochfilzen im Sprint und in Pokljuka im Massenstart, und den fünften Platz im Gesamtweltcup. Elf Monate Training und Wettkämpfe liegen hinter Birnbacher, in dieser Zeit musste das Familienleben hinten anstehen – jetzt ist Zeit zum Feiern. »Der Skiclub und die Gemeinde haben sich ein Geschenk überlegt: Da Andi aktiver Fischer ist, darf er jetzt die großen Fische in der Tiroler Ache fangen«, so Loferer. Das zweite Geschenk war eine große Torte, verziert mit einer Abbildung des Sportlers am Schießstand.

Berührt zeigte sich der Bürgermeister von den Erfolgen von Matthias Gasteiger, der mit Andi Birnbacher auf dem Rathausbalkon geehrt wurde. Bei den Special Olympics in Garmisch-Partenkirchen hatte Matthias Gasteiger bei 650 Teilnehmern im Slalom gewonnen und im Riesenslalom den dritten Platz erreicht. Der Bürgermeister lobte alle Mitwirkenden, Trainer und die Eltern der Athleten, die diese herausragenden Erfolge erst möglich machten. Er wünschte auch eine erfolgreiche nächste Saison.

Zwischen den Reden spielten die Musikanten und die Alphornbläser auf, die Schlechinger Kinder zündeten große Wunderkerzen an.

Peter Hüttinger, Erster Vorsitzender des Skiverbandes Chiemgau, wünschte Matthias Gasteiger alles Gute und weiter viel Erfolg. Auf Andi Birnbacher könne der Verband nur stolz sein. Er habe eine Vorbildfunktion für alle Athleten »und er gehört zu den besten Biathleten der Welt«, betonte Hüttinger. Skiclubvorstand Konrad Rappl hielt eine launige Ansprache, in der er seinen Stolz darüber bekundete, so einen außergewöhnlichen Sportler im Verein zu haben. Mit einem Augenzwinkern empfahl er Andi »beim Zieleinlauf etwas schneller zu sein«, nachdem er einmal nur äußerst knapp den Sieg verfehlt hatte. Auch müsse er »übers Schießen in der vorletzten Runde reden.« Zum Schluss wünschte er ihm: »Andi bleib gesund und viel Erfolg für die nächste Runde.« Der Fanclub-Vorsitzende Sepp Irlacher erinnerte an die tolle Biathlon-Saison, bei der viele Fanclub-Mitglieder dabei waren. »Andi hat harte Arbeit geleistet, um vorne mitzumischen« sagte er.

Zum Schluss dankte Andi Birnbacher seinem ganzen Team und allen, die ihm die Daumen gedrückt hatten. Das helfe ihm immer wieder, an seine Grenzen zu gehen. Er habe im vergangenen Sommer zu hart trainiert, sodass es ihm dann »die Haxen weggehauen« habe und er ausfiel. Noch im November sei er weit weg von der Leistung der Mannschaft gewesen. Beim ersten Weltcup habe er dann gemerkt, dass die Energie wieder da war, aber im Januar wurde er vor der Weltmeisterschaft wieder krank. Trotzdem habe er mit der Staffel die Bronzemedaille geholt.

Bei dem Missgeschick mit der falschen Scheibe bei der Verfolgung in Khanty-Mansiysk wollte Andi Birnbacher »die Nerven der Zuschauer trainieren«, wie er mit einem Augenzwinkern verkündete.

Für die nächste Saison versprach er sein Bestes zu geben und hoffte zum Schluss, »dass nach dem langen Russland-Aufenthalt noch ein paar Semmeln mit Leberkäs und ein Bier für mich übrig sind«, scherzte er. Auf die von der Gemeinde gespendete Brotzeit freuten sich alle Fans. wun