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Feuerwehr war im vergangenen Jahr stark gefordert

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Feuerwehr Reit im Winkl war im vergangenen Jahr 2019 stark gefordert
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Eine Ehrenurkunde für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft erhielten Fritz Hagl und Andreas Mühlberger (Mitte) vom Vorsitzenden Matthias Lengg (von links), Kommandant Günther Braun und Stellvertreter Stefan Fenninger (rechts). (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Zu 70 Einsätzen musste die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl im vergangenen Jahr ausrücken. Ein wesentlicher Grund für die große Steigerung gegenüber 48 Einsätzen im Jahr 2018 war die Schneekatastrophe im Januar, wo die Feuerwehr überaus stark gefordert war.


Das berichtete Kommandant Günther Braun bei der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses bekannt. Er wurde bei den dabei stattfindenden Neuwahlen ebenso für die nächsten sechs Jahre wiedergewählt wie Matthias Lengg als Vorsitzender des Feuerwehrvereins.

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Auch für den Verein gab es im vergangenen Jahr ein »straffes Programm«, sagte Lengg in seinem Bericht. Er nannte dabei insbesondere das Fest zum 140-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl.

Einen Zeitaufwand von 2740 Stunden hätten die 70 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr erfordert, berichtete Kommandant Günther Braun. Diese hohe Zahl sei in den vergangenen zehn Jahren auch nicht annähernd erreicht worden. In erster Linie sei dies auf den Schnee-Katastrophenfall im Januar zurückzuführen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, habe die Feuerwehr dabei regelmäßig abends umgefallene Bäume von der B305 entfernt und drei behelfsmäßige Hubschrauber-Landeplätze vorsorglich eingerichtet. Auf einem sehr hohen Niveau befänden sich die derzeit 58 aktiven Feuerwehrmänner und die zehn Feuerwehranwärter mit Jugendfeuerwehr in Bezug auf besuchte Lehrgänge, Fortbildungen und Leistungsprüfungen, fuhr Braun fort.

Sehr umfangreich sei auch das Programm der Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr gewesen, berichtete Jugendwart Jan Schröter. Neben den alle zwei Wochen stattfindenden Jugendübungen seien dies unter anderem auch die Beteiligung beim Kreisfeuerwehrtag in Kirchanschöring, beim Jugendtag Land 2 in Bergen, bei einem Wissenstest und bei der Übergabe des Friedenslichts an die Pfarrei St. Pankratius gewesen. Einen erfreulichen Kassenbericht legte Kassier Max Weiß junior vor. Ihm wurde vom Kassenprüfer Andi Meier eine einwandfreie Kassenführung bestätigt.

Ehrenurkunden für zwei »60er«

Eine besondere Ehrung für 40 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr gab es für Hans Stiegler. Für 20 Jahre wurden Stefan Huber, Matthias Lengg, Andreas Meier junior, Matthias Meier, Stefan Treml, Max Weiß junior und Florian Wellnitz und für zehn Jahre Martin Willfert, Seppi Höflinger und Lukas Wolfenstätter geehrt. Eine Ehrenurkunde für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft erhielten der ehemalige Kommandant Fritz Hagl und Andreas Mühlberger.

Bei der Dienstversammlung wurde der Kommandant Günther Braun für die kommenden sechs Jahre ebenso wie sein erster Stellvertreter Stefan Fenninger bestätigt. Neu hinzu kam Jan Schröter als zweiter Stellvertreter.

Die Neuwahl der Vorstandsmitglieder des Feuerwehrvereins ebenfalls für die nächsten sechs Jahre brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender Matthias Lengg, zweiter Vorsitzender Armin Icic, Kassier Max Weiß, Schriftführer Alexander Schmuck, Beisitzer Reinhard Heistracher und Andreas Windbichler, Kassenprüfer Andreas Meier senior und Christian Döllerer.

Kreisbrandrat Christoph Grundner bedankte sich bei allen Gewählten dafür, Verantwortung zu übernehmen in einer Organisation, die einen »Riesenaufwand und eine Vielzahl von Tätigkeiten« erfordere. Dies habe besonders der Katastrophenfall im vorigen Winter wieder deutlich gezeigt. Sein Dank an die Feuerwehrleute galt ihrem großen Engagement das ganze Jahr über an 365 Tagen. »Eure Arbeit verdient höchsten Respekt«, rief er ihnen zu.

Sowohl im Feuerwehrdienst als auch in ihrer Vereinstätigkeit leiste die Freiwillige Feuerwehr eine enorme ehrenamtliche Arbeit für den ganzen Ort, bestätigte Bürgermeister Josef Heigenhauser und bedankte sich dafür. Hohe Anerkennung verdiene auch die erkennbare Bereitschaft, junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern. Gerade im Hinblick auf die immer schwieriger werdende Einsatzbereitschaft vor Ort sei es wichtig, sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Reit im Winkler Wehr lobten Hubert Brachtl, der Leiter der Polizeistation Reit im Winkl und Andreas Paluc, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kössen. sh