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Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Feuerwehr-Grundausbildung: Rund 150 Nachwuchskräfte meistern Zwischenprüfung

Landkreis Traunstein – Derzeit befinden sich rund 150 angehende Feuerwehrfrauen und -männer aus den Feuerwehren im Landkreis Traunstein in der Grundausbildung. An den Ausbildungsstätten Waging, Kirchanschöring, Lampoding, Trostberg, Rabenden, Emertsham, Grassau und Stein absolvierten sie die Basismodule oder traten zur Zwischenprüfung an. Dutzende ehrenamtliche Ausbilder der Feuerwehren sowie aus den Reihen der Kreisbrandinspektion und des Kreisfeuerwehrverbandes ermöglichten diese enorme Anzahl an Ausbildungsplätzen.


„Ich bin überglücklich, dass wir so viele junge Menschen in unseren Reihen haben, die sich in ihren Dörfern, Gemeinden und Städten bei der Feuerwehr engagieren“, freut sich Kreisbrandrat Christof Grundner. Gleichzeitig dankt er allen Kommunen, die immer wieder Gerätehäuser, Gemeindesäle, Sporthallen aber auch Fahrzeuge und Ausrüstung zur Verfügung stellen. „Ohne diese Unterstützung wäre es unmöglich, diese hohe Anzahl an Nachwuchskräften auszubilden“, so seine Einschätzung.

In zwei Lehrgängen in Waging und Kirchanschöring wurden die Teilnehmer im sogenannten Basismodul auf die Zwischenprüfung vorbereitet. Die Frauen und Männer aus den Feuerwehren, Gaden, Kirchanschöring, Kirchheim, Nirnharting, Otting, Petting, Taching am See, Tettenhausen Törring, Waging und Wonneberg sowie einige „Gäste“ der Feuerwehren Eisenärzt, Siegsdorf und der Werkfeuerwehr Chemiepark Trostberg erwarben dabei das nötige Rüstzeug. Neben den beiden Gerätehäusern wurde beispielsweise der Pfarrsaal in Waging zum „Schulungsraum“ umgestaltet, damit man die notwendigen Abstände während der Prüfung einhalten konnte.

Da die Feuerwehr Lampoding gleich 15 Kandidatinnen und Kandidaten zum MTA Basismodul angemeldet hatte, wurde dort kurzerhand ein eigener Lehrgang angeboten. Hier waren auch noch drei weitere Teilnehmer dabei, die zuvor die Lehrgänge nicht vollständig abgeschlossen hatten und somit die fehlenden Inhalte nachholen konnten.

22 Aktive aus Bergen, Grassau, Holzhausen, Marquartstein, Oberwössen, Reit im Winkl, Staudach und Unterwössen bereiteten sich in einem Lehrgang in Grassau auf die Zwischenprüfung vor und meisterten alle geforderten Aufgaben in Theorie und Praxis. In Stein organisierten die Feuerwehren der Landkreismitte einen Grundlehrgang. 18 angehende Feuerwehrfrauen und -männer aus Nußdorf, Grabenstätt, Hochberg, Stein, Hart, Traunwalchen, Traunstein sowie der Werkfeuerwehr BSH Traunreut legten rund um das Feuerwehrhaus in Stein die Zwischenprüfung ihrer Grundausbildung erfolgreich ab.

In Trostberg und Emertsham wurden jeweils Termine für Zwischenprüfungen angeboten. 13 Teilnehmer der Feuerwehren Trostberg und Oberfeldkirchen, darunter fünf Mädchen, schafften die „erste Hürde“ ihrer Ausbildung. Unter den Prüflingen waren unter anderem die Tochter des Trostberger Vorstands Michael Pöpperl, der Sohn des ehemaligen Kommandantensprechers Thomas Kleinschwärzer und die Tochter des zuständigen Kreisbrandinspektors Josef Egginger. Neun Prüflinge aus Obing und Emertsham traten indes zur Prüfung rund um das Feuerwehrhaus Emertsham an und erbrachten die geforderten Leistungen mit durchwegs guten Ergebnissen.

Ebenfalls erfolgreich durch die Prüfung kamen 24 angehende Feuerwehrleute aus Heiligkreuz, Obing, Kienberg, Tacherting, Truchtlaching, Rabenden, Seebruck, Waldhausen und der Werkfeuerwehr Chemiepark Trostberg im Anschluss an das Basismodul rund um das Feuerwehrhaus in Rabenden. Die Prüfer bescheinigten auch dort den angehenden Einsatzkräften einen guten Lernfortschritt in der Grundausbildung. „Die Handgriffe sitzen“, so der Tenor aus den Reihen der Prüfer.

Für die Ausbildungsverantwortlichen im Kreisfeuerwehrverband stellt die Organisation zwar eine Herausforderung dar. „Es ist mir aber eine Herzensangelegenheit, die nötigen Ausbildungsplätze für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein zu organisieren“, so der neue Fach-Kreisbrandmeister Florian Ettmayr. „Es freut mich wahnsinnig, dass wir die Coronapandemie genutzt haben und bei uns in der Region die Mitgliederzahlen sowohl im Jugend- als auch im Aktivenbereich nach oben schrauben konnten.“

Hob