Bildtext einblenden
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Vachendorf wurden Sebastian Prambs und Georg Geserer für 40-jährige Mitgliedschaft und aktiven Dienst geehrt. Unser Foto zeigt (von links) zweiten Kommandant Matthias Hubbauer, dritten Kommandant Markus Ortner, die Geehrten Sebastian Prambs und Georg Geserer, ersten Kommandant Josef Huber sowie Vorsitzenden Michael Gutsjahr. (Foto: Buthke)

FFW Vachendorf hält Rückschau: 67 Einsätze in den vergangenen zwei Jahren

Vachendorf – Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Vachendorf im Haus der Dorfgemeinschaft stand ganz im Zeichen des Rückblicks auf die schwierigen Coronajahre 2020 und 2021. Ferner wurden langjährige Mitglieder geehrt und ein neuer Vorstand gewählt. Kommandant Josef Huber berichtete über die Einsätze der beiden vergangenen Jahre. 


Die Feuerwehr hatte 2020 31 Einsätzen zu bewältigen, darunter sieben technische Hilfeleistungen, elf Brand- und sechs Unwettereinsätze. Ebenso war die Wehr bei der Bombenentschärfung in Traunstein gefordert. Noch vor Beginn der Corona-Einschränkungen konnte ein Erste-Hilfe-Kurs durchgeführt werden. Pandemiebedingt konnten nur sechs Monatsübungen abgehalten werden und zwei Feuerwehrleute den Atemschutzlehrgang ablegen.

Im vergangenen Jahr hatte die Vachendorfer Wehr 36 Einsätze. Darunter waren zehn Brandeinsätze in Wohnungen und zwei bei Pkw. Im Zusammenhang mit der Bahn waren zwei Einsätze zu verbuchen, wobei es einer Person erfreulicherweise gelungen war, nahezu unverletzt unter einem Zug herauszukommen. Mehrmals mussten Wohnungen geöffnet werden, um hilflose Personen zu versorgen. Die Feuerwehr beteiligte bei einem Logistikeinsatz am Verteilen von Covid-Schnelltests. Der Juli 2021 war ganz von Unwettereinsätzen durch Starkregen geprägt. Vielfach mussten in Vachendorf und anschließend in Inzell Keller und Tiefgaragen ausgepumpt sowie Gebäude gesichert werden. Im August befreiten die Floriansjünger eine eingeklemmte Person aus einem Pkw, zudem kam es nochmals zu Unwettereinsätzen. In den Wintermonaten stürzten mehrere Bäume auf die Straßen, die entfernt werden mussten. 2021 konnten dank eines besonderen Konzepts wieder 15 Monatsübungen und mehrere Spezialausbildungen abgehalten werden. Derzeit verfügt die Feuerwehr Vachendorf über 51 Aktive.

Da Jugendwartin Nina Kriegenhofer verhindert war, berichtete Kommandant Huber auch über die Jugendgruppe. 2020 konnten fünf und 2021 acht Jugendübungen abgehalten werden. Der Tradition folgend wurde in beiden Jahren das Friedenslicht in Tittmoning abgeholt und in die Pfarrkirche gebracht. In der Jugendgruppe sind zurzeit acht Mädchen und Burschen aktiv, von denen sechs jetzt in den Aktivenstand wechseln können.

Bei den Neuwahlen des Feuerwehrvereins bestätigten die Mitglieder den gesamten Vorstand im Amt. Michael Gutsjahr wurde von den Versammelten als erster Vorsitzender bestätigt. Ebenso dessen Stellvertreter Josef Huber. Zum Kassier wurde Matthias Hubbauer und zum Schriftführer Markus Merkle gewählt. Beisitzer bleiben Josef Mayer und Wolfgang Sirch. Peter Gschwendner und Florian Aicher prüfen weiterhin die Kasse.

Feuerwehr in 40 Jahren maßgeblich geprägt

Für 40-jährige Mitgliedschaft und aktiven Dienst wurden Sebastian Prambs und Georg Geserer geehrt. Beide haben die Vachendorfer Wehr maßgeblich geprägt. Prambs war viele Jahre zweiter Kommandant, anschließend erster Kommandant und Geserer sein Stellvertreter. Sie waren federführend beim Bau des Feuerwehrhauses, bei der Beschaffung von zwei Einsatzfahrzeugen und beim Aufbau der Jugendgruppen beteiligt.

Kommandant Josef Huber würdigte die Geehrten. Sie hätten vielerlei, oft auch schwierige Einsätze zu führen gehabt, konnten jedoch alle Einsatzlagen hervorragend meistern. Prambs und Geserer erhielten als kleine Anerkennung jeweils einen Geschenkkorb überreicht.

Bürgermeister Rainer Schroll, schloss sich den Glückwünschen an und bedankte sich bei den beiden für ihre Arbeit. Weiter galt sein Dank der Feuerwehr, insbesondere für die gute, unkomplizierte Zusammenarbeit.

Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Anbau des Gerätehauses noch in diesem Jahr begonnen werden könne. Zudem teilte er der Versammlung mit, dass der Gemeinderat kürzlich beschlossen habe, digitale Funkmeldeempfänger sowie eine digitale Sirene anzuschaffen.

Bjr