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FIFA macht wieder Millionen-Gewinn - Rassismus-Strafen

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Auf Mauritius findet derzeit der 63. FIFA-Kongress statt. Foto: Rene Soobaroyen Foto: dpa

Port Louis (dpa) - Der Fußball-Weltverband hat das Jahr 2012 mit einem Gewinn von 89 Millionen Dollar abgeschlossen. Einnahmen von 1,166 Milliarden Dollar standen Ausgaben von 1,077 Milliarden Dollar gegenüber, berichtete FIFA-Finanzdirektor Markus Kattner beim Kongress auf Mauritius.


Wichtigster Wirtschaftsfaktor der FIFA bleibt die Weltmeisterschaft. 81 Prozent der Jahreseinnahmen 2012 hängen mit dem Turnier 2014 in Brasilien zusammen.

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Kattner zog ein insgesamt positives Finanzfazit. Auf ein Rekordniveau von 1,378 Milliarden Dollar sind die FIFA-Reserven gestiegen. Diese sind als Sicherheit für eventuelle Einkommensausfälle, zum Beispiel durch eine WM-Absage, angelegt. Für das WM-Jahr 2014 kalkuliert die FIFA mit Einnahmen von 1,080 Milliarden Dollar.

Zudem verschärfte der Fußball-Weltverband seinen Strafenkatalog bei rassistischen Vergehen. Spieler, Trainer oder Offizielle werden bei Verstößen künftig mit einer Mindestsperre von fünf Spielen belegt. Dies beschloss der FIFA-Kongress auf Vorschlag der neuen Anti-Rassismus-Task-Force mit großer Mehrheit.

Bei rassistischem Verhalten von Fans droht den entsprechenden Clubs bei Erstverstößen eine Verwarnung, eine Geldstrafe oder ein Geisterspiel. In Wiederholungsfällen sieht die Regelung Punktabzüge, den Ausschluss aus einem Wettbewerb oder einen Zwangsabstieg vor.

»Rassismus hat keinen Platz im Fußball. Fußball bringt Menschen zusammen«, sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter. Er setze auf ein »starkes Signal an die Rassisten, dass ihre Zeit vorbei ist«.

Durch die neuen Regeln werden die Verbände verpflichtet, Erziehungsprogramme gegen Rassismus zu organisieren. Zudem sollen bei Spielen Beobachter eingesetzt werden, die rassistische Auswüchse dokumentieren. Mit der Fünf-Spiele-Sperre bleibt die FIFA hinter einer UEFA-Entscheidung zurück. Der europäische Kontinentalverband hatte bei seinem Kongress in der Vorwoche eine Minimumsperre von zehn Spielen beschlossen.