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Filmteam in der Felsenburg: Raubritter Heinz vom Stein als Filmstar

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Hauptdarstellerin Angelika Kamp als Sofie. (Foto: Anna Hadaier)

Traunreut – Studenten der Fachhochschule Salzburg sind in den vergangenen beiden Wochen in Stein gewesen und haben in der Felsenburg einen Film gedreht.


Ihr Bachelor-Abschlussprojekt ist die Fortsetzung eines Kurzfilms, den sie schon vor einem Jahr an gleicher Stelle drehten. In dem Film »Portaled« geht es um Zeitreisende, die im Mittelalter auf Heinz vom Stein treffen.

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Studenten aus allen Jahrgängen und Fachbereichen des Bachelor-Studiums »MultiMediaArt« fanden sich für das Projekt in Stein ein, Statisten aus der Umgebung kamen hinzu, die im circa 20-minütigen Film mitwirken. Die Geschichte des Raubritters und die Felsenburg in Stein haben es den Studenten angetan. »Die Location hier ist super cool«, betont Drehbuchautorin Ramona Feier.

Mit der Zeitmaschine ins Mittelalter

In der Geschichte geht es um Professor Alfred Zink und seine Assistentin Sofie, die eine Zeitmaschine entwickeln. In dem im vergangenen Jahr in Stein gedrehten Abenteuer landeten sie mit der Maschine im Mittelalter und wurden dort Zeugen der Entführung von Waltraud durch den Raubritter Heinz vom Stein. Bei ihrer Rückkehr bemerkten sie, dass sich die Gegenwart verändert hat. Nun versuchen der Professor und Sofie die Vergangenheit wieder in Ordnung zu bringen und somit die Zukunft zu retten.

Die Geschichte wird in zwei Strängen erzählt, einmal in der Gegenwart und einmal im Mittelalter, wo dieses Jahr auch der legendäre Raubritter einen Auftritt hat. Zur Unterstützung der Szenen kamen heuer auch Rittervereine aus der Region nach Stein, die mitwirkten und ihre Kostüme zur Verfügung stellten.

Die drei Hauptinitiatoren des Films, die Drehbuchautorin Ramona Feier, Regisseur Daniel Solymár und Kameramann Maximilian Obermair, wollen aus dem Projekt eine Staffel machen, eine Miniwebserie, die sie gemeinsam auch nach dem Bachelor weiterführen werden. Heinz vom Stein, der heuer erstmals im Film vorkommt, soll der Antagonist der Staffel sein.

Für die Aufnahmen in der Felsenburg betrieben die Studenten dieses Jahr erheblich mehr Aufwand als 2017. Es wurden mittelalterliche Möbel in der Burg aufgestellt sowie zusätzliche Wände und eine verbesserte Zeitmaschine gebaut. Eine komplette Woche war das rund 20-köpfige Team allein mit den Vorarbeiten beschäftigt, ehe es an den eigentlichen Dreh ging.

Besondere Herausforderungen galt es dabei zu bewältigen. »Der Hall ist ein Problem«, erklärt Ramona Feier. »Ob Vögel, Kinder, Kirchenglocken, Glasflaschen oder nur ein Niesen des Produktionsteams, der Hall im Innenhof ist immer da und auch in der Felsenburg zu hören. Doch das wussten wir bereits vom letzten Jahr und waren darauf eingestellt. Schließlich sind Herausforderungen dazu da, dass man sie meistert, und im schlimmsten Fall macht man einen 'Take' mehr.«

Auch mussten die Dreharbeiten während der täglichen Führungen durch die Burg unterbrochen werden. Große Unterstützung bekamen die Studenten bei ihrem Projekt von der Schlossbrauerei Stein, der Schule Schloss Stein und dem Verein der Burgfreunde. »Alle drei Parteien arbeiten eng mit uns zusammen und unterstützen uns in vielerlei Hinsicht«, betont Feier.

Der Filmtitel »Portaled« setzt sich nach ihren Worten aus dem Wort Portal und der Endung »ed« zusammen, die man in der englischen Vergangenheitsform anhängt. Die Filmemacher sehen ihn als Synonym für die Portalnutzung in die Vergangenheit, da auch die Hauptfiguren quasi durch ein Portal in die Vergangenheit reisen.

»Portaled« soll am ersten Juni-Wochenende beim »Creativitiy Rules«-Festival in Hallein erstmals öffentlich gezeigt werden. mix