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Filter für das Internet

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YouTuber
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YouTuber wie Julienco und Bibi müssen einiges beachten, wenn sie Videos hochladen. Foto: Christoph Soeder/dpa Foto: dpa

Straßburg (dpa) - Im Internet wird gerade aufgeregt über ein Thema geredet. Denn Politiker in Europa haben sich auf neue Internet-Regeln geeinigt. Viele Leute befürchten nun: YouTube und andere müssen bald schließen! Aber stimmt das wirklich? Hier steht, was da los ist.


Worum geht es bei den neuen Regeln?

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Jeder kann Texte, Fotos, Musik und Videos ins Internet stellen. Viele Leute laden dabei auch Dinge hoch, die sie nicht selbst gemacht haben. Sondern die sich andere Menschen ausgedacht haben. Und zwar, ohne zu fragen oder den anderen Geld dafür zu bezahlen. Die neuen Regeln sollen die besser schützen, die etwas Eigenes erschaffen haben. Diese Leute heißen Urheber. Ihr Recht ist das Urheberrecht.

Teil der neuen Regeln ist Artikel 13. Was genau ist das?

Bisher mussten Urheber selbst aufpassen, ob jemand Video-Schnipsel oder Musik oder Fotos von ihnen hochgeladen hat. In Zukunft müssen das die Plattformen überprüfen, also etwa YouTube und Tik Tok. Weil jeden Tag unglaublich viele neue Dinge hochgeladen werden, kann niemand alles anschauen. Also sollen Filter diese Arbeit machen.

Wie funktionieren diese Filter?

Die Plattform nimmt dafür digitale Fingerabdrücke vom Original. Die sind einzigartig. Der Filter vergleicht dann jedes neue Video mit den Fingerabdrücken. Findet er nichts, erscheint das neue Video online. Findet er eine Kopie, sperrt er das neue Video.

Klingt doch gut für die Urheber. Warum gibt es daran Kritik?

Solche Filter kosten Geld. Kleinere Firmen können sie sich vielleicht nicht leisten. Außerdem arbeiten sie nicht immer richtig. »Manchmal springt ein Filter auch an, wenn er etwas technisch falsch erkennt«, sagt der Experte Henning Tillmann.

Was passiert, wenn die Filter kommen?

Plattformen wie YouTube werden nicht schließen. Aber: »Die Filter schränken die Vielfalt ein«, meint der Experte. Oft hat jemand im Internet eine Idee und andere machen daraus etwa einen Remix. Das könnte verloren gehen. Doch die Folgen seien noch nicht klar, sagt der Experte. »Was genau passieren wird, wird man sehen.«