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Fleetwood Mac: Das «Weiße Album» in einer Deluxe-Edition

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Fleetwood Mac
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Fleetwood Mac haben sich gefunden. Foto: Sam Emerson Foto: dpa

Als Blues-Band haben sie in den 60er Jahren angefangen, Mitte der 70er wurden Fleetwod Mac Superstars. Zwei Neuzugänge haben die britische Band erst richtig auf Kurs gebracht.


Berlin (dpa) - Fleetwood Mac hatten nie viel Glück mit ihren Gitarristen: Männer wie Peter Green, Jeremy Spencer oder Bob Welch prägten zwar den Sound der britischen Band, aber irgendwann waren sie alle weg.

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Dann aber sollte Lindsey Buckingham, der zuvor nur ein Album mit seiner Freundin Stevie Nicks aufgenommen hatte, einsteigen und dabei mithelfen, aus einer Gruppe in der Identitätskrise eine Superstar-Band machen.

Das Album «Fleetwood Mac», das auch als das «Weiße Album» bekannt ist, sollte einen Neuanfang markieren. Den Weg Richtung Pop-Rock hatten die Blues-Veteranen zwar schon vollzogen, dann aber kam ein Schuss neuer Genialität mit ordentlichem Hit-Potenzial hinzu.

Jetzt ist der Klassiker von 1975, mit dem Fleetwood Mac erstmals in den USA auf Platz eins der Charts landeten, in einer 3CD/LP/DVD Deluxe-Edition erschienen. Neben dem Original-Album mit den Hit-Singles «Rhiannon», «Say You Love Me» oder «Over My Head» sind es vor allem zahlreiche Live-Aufnahmen, die das Werden einer ganz neuen Band nachvollziehbar machen - von frühen Tapes bis zu Mitschnitten von der ersten Tour.

Und wenn man sich die über siebenminütige raue Live-Version von «Rhiannon» anhört, dann ist - überraschend - der Sprung von Fleetwood Mac zu Patti Smith gar nicht so weit.

Neben dem begnadeten US-Saitenzauberer Lindsey Buckingham, den das Musikmagazin «Rolling Stone» zu den 100 besten Gitarristen der Welt zählt, sind Fleetwood Mac ohne Stevie Nicks, die so wunderbar mit Christine McVie harmonierte, undenkbar.

Dabei war ihr Einstieg in die Band keineswegs ausgemacht gewesen. Schlagzeuger Mick Fleetwood, der als eine Art Manager der Band fungierte, wollte unbedingt Lindsey Buckingham, der aber wollte nur einsteigen, wenn auch seine Freundin mit dabei sei.

Die Entscheidung viel in einem mexikanischen Restaurant in Los Angeles: Christine McVie sollte das letzte Wort haben. Letztlich war es keine schwere Entscheidung, denn beide Frauen sollten sich von Anfang an sympathisch sein und enge Freundinnen werden.

Vorgespielt haben Lindsey Buckingham und Stevie Nicks nie. «Im Rückblick war es irgendwie verrückt, wenn man sich das hohe Risiko ansieht, aber irgendwie haben Christine und wir alle es gewusst», erinnerte sich Mick Fleetwood in den Liner Notes, die über die Entstehungsgeschichte der neuen Macs kenntnisreich Auskunft geben.

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