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Fleisch statt Fisch essen

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Fische
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Haben die Menschen früher viele Fische gegessen? Das kann man auch in alten Toiletten feststellen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Die Stadt Lübeck liegt an einem Fluss im Norden von Deutschland. Klar, dass die Menschen, die vor Hunderten Jahren dort lebten, im Fluss fischten und die Tiere aßen. Doch im Mittelalter veränderten sie ihre Ernährung. Vor etwa 700 Jahren begannen sie, weniger Fisch zu essen und dafür mehr Rindfleisch.


Das haben Wissenschaftler gerade herausgefunden. Und zwar auf eine etwas eklige Weise: Sie untersuchten Wurm-Eier aus uralten Klos. Denn früher lebten in den Därmen von Menschen oft Würmer. Wenn die Leute Fisch aßen, konnten sie Fischband-Würmer bekommen. Oder bei Rindfleisch Rinderband-Würmer. Diese Würmer legten dann Eier, die durch den Kot ausgeschieden wurden. So landeten sie in den Toiletten.

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Warum aber aßen sie auf einmal weniger Fisch? Die Forscher haben zwei Ideen: Vielleicht wurde der Fluss immer dreckiger und es gab weniger Fische. Oder die Menschen hatten langsam mehr Geld und konnten sich häufiger das teurere Rindfleisch kaufen.