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Außerdem: Landrat hält an Kraftwerk an der Salzach fest – Kliniken werden Thema bleiben

Flüchtlingsstrom wird Herausforderung bleiben

Berchtesgadener Land – Für Landrat Georg Grabner geht ein Jahr mit vielen Herausforderungen und wichtigen Entscheidungen zu Ende. Bei der Kommunalwahl am 16. März schickten die Wähler nicht nur ihn ein drittes Mal in die Runde, sondern auch 24 neue Kreisräte. »Ich freue mich, dass wir uns so schnell zusammengefunden haben und insgesamt an einem Strang ziehen, um den Landkreis weiter voranzubringen.« Beim Thema Energie und Energiewende kündigt Grabner an, »dass wir selbstverständlich weiter mit Nachdruck am Ball bleiben werden bei der Sanierung der Salzach.«

Landrat Georg Grabner bedankt sich in seiner Weihnachtsansprache auch bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich um Flüchtlinge kümmern. Im Januar will er dies auf einem Empfang auch persönlich nachholen. (Foto: Hudelist)

Eine wichtige Entscheidung für die Kliniken in kommunaler Hand sei der Investitionszuschuss in Höhe von insgesamt 5 Millionen Euro gewesen. Intensiv befasst habe sich der Kreistag auch mit der Neuordnung der Grüngutentsorgung im Landkreis, die nach Ansicht von Grabner eindeutige Verbesserungen für die Gemeinden und die Bürger mit sich brächten.

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Sorgen bereiten dem Landrat allerdings, wie sich die Bereiche Soziales und Jugendhilfe entwickeln. In der Bildungspolitik werde der Landkreis insgesamt 12,5 Millionen Euro für das Umbauen des Karlsgymnasiums in Bad Reichenhall ausgeben, »für die Sanierung und Modernisierung des Rottmayr-Gymnasiums haben die Planungsarbeiten ebenfalls bereits begonnen«. Zudem würden für die Jugendsozialarbeit mehr freiwillige Leistungen zur Verfügung stehen, damit junge Leute nicht ohne Schulabschluss dastehen.

Klimaschutz ist das Megathema

Klima und Klimaschutz bezeichnete Georg Grabner in seiner Weihnachtsansprache im Kreistag als die Megathemen, die auch für den Landkreis von enormer Bedeutung seien. »Im März konnten wir unseren neuen Klimaschutzmanager einstellen, der konsequent an der Umsetzung des vom Kreistag beschlossenen Klimaschutzkonzeptes arbeitet«. In diesem Jahr habe es bereits zwei große Aktionen gegeben, die Eröffnung der Ladesäule vor dem Landratsamt im September und die Pumpentauschaktion im Oktober. »Erfreulich ist auch die Gründung der Energie-Effizienzgenossenschaft, erste Energieeffizienz-Projekte in Unternehmen werden in den nächsten Monaten bereits umgesetzt.« Für das Jahr 2015 seien das Erstellen von Energienutzungsplänen mit den Gemeinden, der Aufbau einer regionalen Energieagentur sowie weitere Veranstaltungen geplant. »Wir werden selbstverständlich weiter mit Nachdruck am Ball bleiben bei der Sanierung der Salzach verbunden mit einer Nutzung der Wasserkraft unter Berücksichtigung der ökologischen Belange.«

»Wir stellen uns Kliniken-Herausforderung«

Für Grabner ist eine wohnortnahe Krankenhausversorgung ein wichtiges Thema der Daseinsvorsorge, »hier bin ich zuversichtlich, dass wir mit einer neuen Führungsmannschaft die wirtschaftlichen Probleme in den Griff bekommen werden. Wir laufen vor diesen Schwierigkeiten nicht davon, sondern wir stellen uns dieser herausfordernden Aufgabe, weil es keine Einrichtung gibt, die mehr von unseren Bürgern in Anspruch genommen wird, wie unsere Krankenhäuser.« Der Aufsichtsrat habe ein umfangreiches Konsolidierungspaket beschlossen, das auch unter einer neuen Führung im nächsten Jahr konsequent umgesetzt werde. »Dabei ist uns aber wichtig, dass wir unsere hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen und die hohe Qualität an unseren Krankenhäusern nicht leidet.«

Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen

Zuletzt erinnert Grabner auch daran, dass alle die gemeinsame Aufgabe hätten, Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen und zu betreuen. »Aufgrund der anhaltenden Krisen auf der Welt sind wir dabei mehr gefordert, als wir uns vor einem Jahr gedacht haben, insbesondere auch mit der Unterbringung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen«, so Grabner. Michael Hudelist