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Flugverspätungen in der EU - Diese Rechte stehen Ihnen zu!

Flugverspätungen sind nicht nur ärgerlich, sondern können zu weitreichenden persönlichen Problemen führen, besonders wenn es sich bei dem verspäteten Flug um eine geschäftliche Reise gehandelt hat. Ein anderes Transportmittel muss organisiert oder eine Übernachtung in einem Hotel muss gebucht werden. Umso ärgerlicher, wenn die Fluggesellschaft sich weigert, eine angemessene Entschädigung zu zahlen. Doch wer innerhalb der EU unterwegs ist und massive Verspätungen in Kauf nehmen musste, dem steht ein besonderer Schutz zu. Doch wie schafft man es, die einem zustehenden Ansprüche auch erfolgreich geltend zu machen?

Foto: pixabay.com

Welche Rechte stehen Passagieren bei einer Flugverspätung zu?


Die EU-Verordnung 261/2004, die auch als Fluggastrechte-Verordnung bezeichnet wird, schreibt explizit vor, welche Rechte Fluggästen bei welcher Verspätungsdauer ihres Fliegers zusteht. Natürlich gelten diese Richtlinien nur für Verspätungen bei Flügen innerhalb der EU. Außerdem bei Flügen von einem EU-Land in Länder außerhalb der EU oder vom EU-Ausland in die EU und nur wenn die betroffenen Fluggesellschaften ihren Sitz in einem EU-Land haben.
Dauert die Verspätung länger als 2 Stunden, müssen den Passagieren von der Airline Snacks und Getränke zur Verfügung gestellt werden. Handelt es sich um eine Flugverspätung von über 3 Stunden, steht den Passagieren eine Entschädigung zu. In welcher Höhe diese Entschädigung ausfällt, hängt von Faktoren wie der geflogenen Distanz und der Dauer der Verspätung ab. Verzögert sich der Flug so massiv, dass ein Hotelzimmer gebucht werden muss, ist die Fluggesellschaft dazu verpflichtet, für die Hotelübernachtung aufzukommen.
Nicht zahlen muss die Airline, wenn es sich um außergewöhnliche Umstände handelt, die die Flugverspätung ausgelöst haben. Solche außergewöhnlichen Umstände  können beispielsweise Unwetter, Streiks oder Sperrungen eines Flughafens sein. Ein weiterer kleiner Haken bei der Durchsetzung von Fluggastrechten ist, dass nur Passagiere, die selbst pünktlich am Check-in waren, anspruchsberechtigt sind.

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Wie kann man seine Ansprüche geltend machen?

Viele Airlines machen es den Passagieren nicht gerade leicht, ihre Ansprüche ihnen gegenüber geltend zu machen. Um später einen größeren Erfolg bei der Durchsetzung der eigenen Rechte zu haben, sollte man sich die Dauer und den Grund der Verspätung von der Airline bestätigen lassen. Zudem sollten gebuchte Tickets, etwaige Ausgaben für Hotels oder alternative Transportmittel verwahrt werden, um diese Ausgaben gegenüber der Fluggesellschaft beweisen zu können. Hilfreich kann es ebenfalls sein, sich mit anderen Reisenden auszutauschen und die Kontaktdaten zu tauschen. Auch durch die Hilfe der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V. oder Unternehmen wie flightright.de, die sich auf die Entschädigung von Flugausfällen oder Verspätungen spezialisiert haben, können Passagiere zu ihrem Recht kommen. Derartige Unternehmen wissen genau, wie sie die Ansprüche von Fluggästen durchsetzen können und haben mehr Erfahrung darin, sich mit den Airlines auseinander zu setzen. (agm)