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»Form und Farbe« in Grassau

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Heinz-Dieter Tietz-Diez stellt in Grassau Werke wie den »Sonnenuntergang« aus. (Foto: Eder)

Ausdrucksstarke, farbintensive Gemälde von Heinz-Dieter Tietz-Diez sind noch bis zum 18. November unter dem Titel »Form und Farbe« in der Touristinformation Grassau zu sehen. Der Grassauer Maler, Kunsthändler und Glasdesigner stellt zum ersten Mal in Grassau aus.


Seine Anregungen für die nicht nur künstlerisch, sondern auch handwerklich hervorragenden Bilder holte sich Künstler aus der Natur, aus dem natürlichen Spiel mit Form und Farbe.

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Eröffnet wurde die Ausstellung durch Bürgermeister Rudi Jantke, der den Künstler als »Weltbürger« bezeichnete: Tietz-Diez habe in vielen Ländern der Erde gelebt und noch mehr bereist und wie jeden Weltbürger, der etwas auf sich halte, in Grassau seine Heimat gefunden. Jantke vermutete, dass auch der Golfplatz für den ehemaligen Golfprofi ein Kriterium, hier seinen Anker zu setzen, war. Der Bürgermeister gab zu, nichts von der Kunst zu verstehen – »ich kann aber sagen, ob mir Bilder gefallen und die ausgestellten Werke gefallen sehr. Sie vermitteln in beeindruckender Weise Stimmung und spiegeln Licht und Schatten wider.«

Der Künstler erklärte, er werde oft gefragt, was Kunst sei. Dies sei eine Frage, die bereits vor 500 Jahren gestellt wurde und nicht zu erklären sei. Die wahre Kunst, die jeder verstehe, finde in der Natur statt, betonte er. Der Begriff »Moderne Kunst« hingegen sei falsch, denn Kunst sei weder alt noch jung. Er wolle durch Form und Farbe Erlebtes wiedergeben. Auch dem Ausspruch »Kunst gehöre den Menschen«, widersprach Tietz-Diez und belegte dies mit dem Paradiesvogel, der, während er sein Haus baut, dieses immer wieder betrachtet und es letztlich mit blauen Dingen verschönt. Schließlich schloss sich Tietz-Diez den Worten Picassos an, der gesagt hat: »Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es keinem weitersagen.«

In den ausdrucksstarken Acrylbildern verarbeitete der Künstler Erlebtes. Als begeisterter Segler darf natürlich eine Regatta oder das aufgewühlte Meer nicht fehlen und als Natur- und Blumenfreund dienen Blumen als Motivvorlage. Besonders eindrucksvoll sind die Bilder, die Vogelschwärme darstellen. Durch Licht und Schatten, durch fließende Übergänge und durch kräftige Farbgebung gelingt es dem Künstler zudem, seinen Werken – den Landschaftsportraits wie auch den Stillleben – eine besondere Tiefe zu verleihen.

Die Ausstellung im Galerieraum der Touristinformation Grassau ist bis zum 18. November täglich von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Tamara Eder