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Forstwirt trifft in Schleching auf einen Wolf

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Schleching: Forstwirt trifft in Ettenhausen auf einen Wolf
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Foto: privat

Schleching – Eine überraschende Begegnung mit einem Wolf hatte der Forstwirt Konrad Rappl: Er war im Bereich Ettenhausen am Schmugglerweg unterwegs, um Bäume auf Käferbefall zu kontrollieren. »Plötzlich stand wenige Meter vor mir ein Wolf«, berichtete er in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Eine Kamera hatte Rappl nicht dabei, jedoch sein Handy, mit dem ihm obige Aufnahme gelang.

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Einige Minuten standen sich Rappl und der Wolf »Aug' in Aug'« gegenüber, das sei schon ein »komisches Gefühl« gewesen. Dann schrie der Forstwirt den Wolf laut an, doch zu seiner Überraschung zeigte sich das Tier keineswegs beeindruckt bzw. besonders scheu.

Der Wolf sei nur etwa zehn Meter weiter gelaufen, stehen geblieben und habe wieder zu ihm zurückgeschaut. Es verging nochmals etwas Zeit, dann verschwand der Wolf im Wald, allerdings nicht fluchtartig, vielmehr sei er langsam weitermarschiert, so Rappl.

Seit wenigen Monaten treibt im Chiemgau und dem nördlichen Tirol ein Wolf sein Unwesen. Zahlreiche Wild- und Weidetiere fielen dem Räuber bereits zum Opfer. Vergangene Woche veröffentlichte das bayerische Landesamt für Umwelt die Ergebnisse der DNA-Untersuchung von Proben, die bei den in Reit im Winkl getöteten Schafen entnommen worden waren. Seither ist klar: Es handelt sich um einen Wolf aus Südosteuropa.

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