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Fortuna will nach Abstieg sachliche Aufarbeitung

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Fortuna Düsseldorf spielt in der nächsten Saison in der 2. Liga. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - Der Abstieg von Fortuna Düsseldorf aus der Fußball-Bundesliga soll sachlich und behutsam aufgearbeitet werden, Trainer Norbert Meier bekommt die Chance zur Fehleranalyse.


«Personell wird es keine Automatismen geben», sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth der Nachrichtenagentur dpa. «Wir müssen diese Dinge inhaltlich betrachten», ergänzte er. Der Vorstand wollte sich im Laufe des Tages zu einer Unterredung treffen. Eine Tagung des Aufsichtsrats sei erst am Wochenende geplant, erläuterte Frymuth.

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Frymuth betonte, dass der Verein derzeit nicht mit anderen Trainern in Kontakt stehe. «Wir haben bis jetzt mit keinem anderen gesprochen.» Chefcoach Meier hat noch einen Vertrag bis Ende Juni 2014, der auch für die 2. Liga gilt. Auch der Kontrakt mit Sportvorstand Wolf Werner läuft noch ein Jahr weiter. «Kurzschlussreaktionen» schloss Frymuth aus.

In Medien wurden bereits Spekulationen um Mike Büskens als Meier-Nachfolger und Jörg Schmadtke als möglichem Werner-Ersatz laut. Frymuth stellte in diesem Zusammenhang wiederholt klar, dass zunächst die Sachfragen «und keine personellen Dinge» im Mittelpunkt stünden.

Trotz des Abstiegs machte Frymuth deutlich, dass Meier und Werner als sportlich Verantwortliche die Spieler positiv geführt hätten. «Der Kader hat in der Hinrunde doch seine Leistungsfähigkeit für die Bundesliga gezeigt», argumentierte der Fortuna-Chef. Nach 17 Spieltagen hatten die Fortuna-Profis 21 Punkte, holten allerdings in der zweiten Halbserie nur noch neun Zähler.

Personell wird sich die Düsseldorfer Mannschaft verändern, wenngleich das Gros der Profis auch in der 2. Liga zusammenbleiben wird. Der Australier Robbie Kruse steht laut Frymuth kurz vor einem Wechsel zu Champions-League-Starter Bayer Leverkusen. Die Vereinbarungen mit Andrej Woronin und Nando Rafael enden.

Wirtschaftlich sieht Frymuth trotz sinkender Einnahmen keine Probleme für die 2. Liga: «Wir sind seit 2011 schuldenfrei.» Allerdings müssten die Etatplanungen für die neue Saison überprüft, aktualisiert und angepasst werden. Das sei eine der ersten Aufgaben der Gremien des Clubs.