Frank-Walter Steinmeier: Passanten finden, er sei zur Zeit der »beste« Kandidat

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»Es wird spannend«, sagt Michael Siering zur erneuten Kandidatur Steinmeiers für das Amt des Bundespräsidenten.
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Steinmeier mache seine Arbeit gut und »er ist sympathisch«, findet Florian Trojovsky.

Traunstein – Frank-Walter Steinmeier hat Persönlichkeit, ist sympathisch und ist deshalb derzeit der geeignetste Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Traunsteiner Tagblatts. Steinmeier hatte vergangene Woche angekündigt: Er möchte weitere fünf Jahre im Amt bleiben und wird sich Anfang 2022 zur Wiederwahl stellen.


Gut findet das Inge Hörterer aus Ruhpolding. »Er ist natürlich und sympathisch«, sagt die 76-Jährige in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Man wisse nie, wer am Ende die Wahl gewinnt, aber »er ist beliebt« und habe deshalb gute Karten, ist die Ruhpoldingerin überzeugt.

Die Verhältnisse in der Bundesversammlung werden nicht mehr die gleichen sein und die SPD allein wird sich nicht durchsetzen können, meint Michael Siering »Sie braucht einen Partner. Aus dieser Sicht wird es spannend«, so der Bergener, der mit Steinmeier als Bundespräsident durchaus zufrieden ist. »Er führt sein Amt gut aus und vertritt Deutschland in der Welt mit Würde«, sagt der 58-Jährige.

Einen Wechsel wünscht sich Matthias Kubatko. Er findet es gut, wenn jemand anderes mal die Chance bekommt dieses hohe Amt zu bekleiden. Wegen der Bundestagswahl im September ist allerdings noch alles offen und man kann nicht sagen, wer zum Zug kommt, so der Traunsteiner. Auch wenn man kaum etwas vom Bundespräsidenten mitbekomme, sei das Amt nicht zu unterschätzen, betont er. Der Bundespräsident stehe über den Kanzler und sei sozusagen »Deutschlands Queen«. Für die neue Amtsperiode des Bundespräsidenten – egal ob Steinmeier am Ende das Rennen macht oder nicht – wünscht sich Matthias Kubatko aber eines: Familien sollen mehr im Mittelpunkt stehen. Denn gerade Kinder und Jugendliche seien während der Corona-Pandemie in den letzten Monaten »untern Tisch gefallen«.

»Er ist eine kompakte Person, es hat Hand und Fuß was er sagt, seine Aussagen sind immer treffend und es gibt kein Blabla«, erklärt Herbert Tepaß. Besonders diese Eigenschaft sei ihm in der Politik wichtig. Für den Kienberger ist Steinmeier momentan der beste für das Amt. »Er hat Erfahrung und solange er noch gut beinand ist, soll er es machen.« Schwierig werde es für Steinmeier aber nicht werden, meint der Kienberger. Und das auch, wenn die SPD bei der Bundestagswahl schlecht abschneidet. Denn die Wahl zum Bundespräsidenten sei »keine Wahl nach Partei, sondern eine Wahl nach Persönlichkeit«. Für das Amt brauche es ein »gstandenes Mannsbild«, ist der 68-Jährige überzeugt.

Steinmeier ist ein »anständiger Mensch, sehr intelligent, nicht hochmütig und bodenständig«, erklärt Franz Dremmel. Als Bundespräsident brauche es vor allem Erfahrung und die habe Steinmeier, so der Traunsteiner. Er könne sich keinen anderen im Amt vorstellen. »Er hat seiner Frau eine Niere geschenkt«, das zeuge von Persönlichkeit.

Für Frank-Walter Steinmeier stimmt auch Florian Trojovsky. Der 35-Jährige kommt aus Buchbach im Landkreis Mühldorf und war mit seiner Frau in Traunstein unterwegs. »Er macht seine Arbeit gut und er ist sympathisch«, erklärt er. Dass es für Steinmeier bei der Wahl schwer werden wird, bezweifelt der Buchbacher. Denn Frank-Walter Steinmeier habe ein hohes Ansehen – auch bei anderen Parteien.

aha