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Franz Waldhutter nun DAV-Ehrenvorstand

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Ehrungen gab es bei der Jahreshauptversammlung der DAV-Sektion Teisendorf (von links): Sepp Ramstötter (neues Ehrenmitglied), Franz Waldhutter (neuer Ehrenvorsitzender) sowie die neuen Ehrenmitglieder Resi Meier und Manuela Aicher mit dem zweiten Vorsitzenden Thomas Kirchleitner und dem Vorsitzenden Georg Eckart. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Die nun bereits über 4000 Mitglieder zählende Sektion Teisendorf des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat einen neuen Ehrenvorstand: Franz Waldhutter. In der Jahresversammlung in der Alten Post plädierte Vorsitzender Georg Eckart vor etwa 80 Besuchern dafür, seinen Vorgänger mit dieser besonderen Ehrung auszuzeichnen, zumal die Sektion seit dem Tod von Lenz Willberger keinen Ehrenvorstand mehr hatte.


Waldhutter war von 1994 bis 2000 zweiter Vorsitzender und danach bis 2018 Vorsitzender. Eine rasante Entwicklung nahm die Sektion in dieser Zeit: Sie wuchs von etwa 1200 auf 3800 Mitglieder, im Schnitt jährlich um 6,6 Prozent. Drei Kletteranlagen seien in Waldhutters Zeit gebaut worden, erläuterte Eckart in seiner Laudation: die Toprope-Wand in der Turnhalle Mitterfelden, die Kletterwand in der Bergader-Sportarena Waging und die Boulderhalle in der Turnhaller Teisendorf.

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Mit der Toprope-Wand in Mitterfelden sei auch die von Waldhutter in die Wege geleitete Kinder-Klettergruppe gegründet worden. »Ich kann mich noch heute an seinen Anruf erinnern, in dem er mich bat, doch dort mitzuwirken. So nahm die Geschichte ihren Lauf, und ich stehe nun auf seinem Posten«, erzählte Eckart.

Als größtes Projekt, dem Waldhutters ganze Leidenschaft galt, nannte der Vorsitzende die Teisendorfer Hütte am Predigtstuhl. Als weitere Akzente in seiner Ägide führte er die 100-Jahr-Feier der Sektion 2009, die Anschaffung des Vereinsbusses, die Renovierung und Erneuerung der Geschäftsstelle und das Kreuz am Predigtstuhl-Gipfel auf.

Darüber hinaus wurden auf Vorschlag der Vorstandschaft drei langjährige Weggefährten von Franz Waldhutter zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zunächst Resi Meier, deren Amtszeit als Stüberlwirtin von 1985 bis April 2018 drei Bundeskanzler, sechs bayerische Ministerpräsidenten und drei Sektionsvorsitzende überdauert habe. Die beliebte Wirtin, Hausmeisterin, Tourenleiterin und Stimmungsmacherin habe sich die Ehrenmitgliedschaft wirklich verdient, besser gesagt erarbeitet.

Das zweite neue Ehrenmitglied ist Sepp Ramstötter, der unter anderem von 2000 bis 2018 Naturschutzreferent in der Sektion war, von 1990 bis 1998 die Bergwachtbereitschaft Teisendorf-Anger leitete und seit 2000 fleißig im Wegeteam dabei ist; ebenso packt er in der Hütte bis heute fest mit an. Die Dritte im Bunde ist Manuela Aicher, die bis zum Vorjahr 18 Jahre lang Kassierin war und bis September 2016 auch noch die damals bereits über 3000 Mitglieder verwaltete.

Für drei engagierte Sektionsmitglieder gab es noch drei kleinere Ehrungen. Michael Kerle, der bereits auf dem Cho Oyu, dem Alpamayo, dem Pik Lenin und vielen anderen hohen Gipfeln dieser Welt war, hat im Vorjahr seine Aktivität als Tourenleiter nach über 30 Jahren beendet. Walter Hunklinger hat über viele Jahre für das Ehrungsritual beim Edelweißabend eine Präsentation mit den Fotos der zu Ehrenden zusammen-gestellt. Helmut Huber, Chronist und Geschichtenerzähler, wurde mit über 40 Jahren aktiven Dienst als »Dienstjubilar« geehrt. Er hatte seine Karriere 1979 als Tourenwart begonnen, war von 1982 bis 1985 zweiter Vorsitzender und übernahm 1985 von Lenz Willberger das Amt des Vorsitzenden, bis er es 2000 an Franz Waldhutter übergab.

Über weitere Neuigkeiten aus dem Verein berichten wir noch. vm