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»Frau Ultramarin« geht doch noch auf Reisen

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»Frau Ultramarin« von Georg Baselitz wird von Verpackungsspezialisten reisefertig gemacht.

Eigentlich sollte »Frau Ultramarin« von Georg Baselitz nie wieder auf Reisen gehen, weil ihre zerbrechliche Oberfläche und ihr Gewicht von 750 kg einen sicheren Transport fast unmöglich machen.


Aber die dringende Bitte des Künstlers selbst setzte alle Hebel in Bewegung: Aus Köln reiste der Verpackungsspezialist eines renommierten Kunsttransportunternehmens an, eine gut vier Meter lange Klimakiste wurde angefertigt, und fünf erfahrene Kunstpacker samt Restauratorin waren 12 Stunden damit beschäftigt, die schwergewichtige Dame sicher in ihre Transportkiste zu manövrieren. Im Januar geht es auf die Reise: zunächst nach Basel, anschließend weiter nach Washington.

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Baselitz zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit. Anlässlich seines 80. Geburtstags widmet die Fondation Beyeler in Riehen/Basel dem deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer eine umfangreiche Retrospektive, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipiert ist und 80 Gemälde und zehn Skulpturen aus den Jahren 1959 bis 2017 vereint. Dabei führt die Ausstellung Leihgaben aus renommierten europäischen und amerikanischen Institutionen und Privatsammlungen zusammen. Fehlen durfte dabei nicht eine seiner wertvollsten Skulpturen: das Bildnis seiner Frau Elke aus dem Traunreuter Museum DASMAXIMUM. Die Zedernholzskulptur soll dort neben ihrem Pendant, dem Selbstbildnis des Künstlers, ausgestellt werden.

Die Baseler Ausstellung läuft vom 21. Januar bis 29. April 2018 und geht anschließend leicht verändert nach Washington D. C. in Hirshhorn Museum and Sculpture Garden. Bis »Frau Ultramarin« im Oktober nach Traunreut zurückkommt, ist im Museum DASMAXIMUM die große Bronze-Plastik »Winterschlaf« von Georg Baselitz zu sehen.