weather-image

Frauengemeinschaft Otting besteht weiter

Waging am See. Der Kelch ist noch einmal vorbeigegangen an der Frauengemeinschaft Otting. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Gasthaus Oberwirt in Otting ist es dann doch gelungen, eine komplette neue Vorstandschaft zu wählen. Wie zu erwarten, ist Petra Basal zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Sie, die bisher offiziell Schriftführerin war, hatte den Verein seit Jahren interimsmäßig geführt und nach außen vertreten.

Die neue Vorsitzende Petra Basal (von links) verabschiedete die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Christa Würnstl, Kathi Erlacher, Agnes Heigermoser, Edeltraud Seehuber, Irmi Gabler, Erni Maierhofer und Marion Poller. (Foto: H. Eder)

Vorsitzende gab es seit acht Jahren nicht

Anzeige

Bei der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr hatte sie mit Nachdruck auf die problematische Situation der Frauengemeinschaft verwiesen. Wenn sich bei den Neuwahlen nächstes Jahr wieder keine vollständige Vorstandschaft finde, hatte sie damals gesagt, »dann gibt's halt keine Frauengemeinschaft in Otting mehr«. Ihrem Bemühen und dem der restlichen Vorstandsmitglieder – eine Vorsitzende gibt es schon seit acht Jahren nicht mehr – ist es zu verdanken, dass es jetzt doch weiter geht.

Neben der Vorsitzenden Petra Basal sieht die Vorstandschaft wie folgt aus: stellvertretende Vorsitzende Sonja Schönhuber, Schriftführerin Andrea Mauerkirchner, Kassier Hanni Schreckenbauer, geistlicher Beirat Georg Ziegltrum, Beisitzerinnen Renate Gmeindl, Carmen Mühlbacher, Steffi Maier und Rosmarie Zahnbrecher. Bernadette Rosenegger ist als Ortsbäuerin kraft Amtes ebenso Mitglied der Vorstandschaft wie Leni Posch, die den regelmäßigen Hoagart organisiert. Das Amt der Kassenprüferinnen übernehmen auch in Zukunft Agnes Kinhammer und Hedwig Tradler. Die Wahlleitung hatte Pastoralreferent Ziegltrum inne, die Wahlperiode beträgt diesmal nur zwei statt regulär vier Jahre. Dies war so vereinbart worden, um die Einstiegshürde für neue Vorstandsmitglieder zu vermindern.

Auf die gewählten Frauen wartet wieder ein umfangreiches Programm, wenn es so weiter geht wie bisher. Petra Basal ließ Revue passieren, »was wir das ganze Jahr so getan haben«: Bergwanderungen zur Schnappenkirche und Staudacher Alm sowie zum Grünstein, Bibelwanderung, Pizzabacken sowie Koch- und Backabend mit Fingerfood, Radtour zum Klobenstein, Kräuterbuschenbinden, Besuch bei der Firma Pohlig, Adventskranzbinden, Weihnachtsbasteln für Kinder, Adventsfeier als gemütlicher Nachmittag beim Wirt mit Gesang, Faschingskranzl mit Aufführungen und Livemusik, Weltgebetstag der Frauen.

Regelmäßig findet bei der Frauengemeinschaft ein Hoagart statt mit ganz unterschiedlichen Themen. Wie Leni Posch berichtete, gab es Film- und Fotovorträge, Ausflüge und Andachten, gemütliche Nachmittage, die Adventsfeier mit Geschichten, jungen Gitarrespielern und dem Nachwuchs des Theatervereins, den Fasching mit Fritz Perschl und spontanen Einlagen und einen Besuch der Kindergartenkinder, die dabei den Schmetterlingstanz aufgeführt haben. Leni Posch dankte den Kuchenbäckerinnen, die immer für Verpflegung sorgen, und: »Im Herbst geht's wieder weiter.«

Christa Würnstl berichtete bei einem Umsatz von gut 6000 Euro über ein Minus von 518 Euro. Dieses ist vor allem den großzügigen Spenden zu verdanken, die die Frauengemeinschaft an Hedi Waldherr, Maria Utschig und den Kindergarten gegeben hat. Vor den Wahlen wurden noch all die Frauen verabschiedet, die lange Zeit in der Organisation mitgearbeitet haben, jetzt aber nicht mehr kandidieren wollten: Christa Würnstl, Kathi Erlacher, Agnes Heigermoser, Edeltraud Seehuber, Irmi Gabler, Erni Maierhofer und Marion Poller.

Der nächste Ausflug führt ins Kloster Ettal

Nach der Wahl versprach die neue Vorsitzende Petra Basal: »Wir versuchen unser Bestes.« Schließlich kündigte sie noch einen Ausflug an: Gemeinsam mit den Bäuerinnen geht es am 19. Juli ins Kloster Ettal, mit einem Besuch der Schaukäserei und der Möglichkeit zu einer Führung durch die Basilika oder das Brauereimuseum. Und sie appellierte noch an die Mitglieder, sowohl beim Sportlersonntag in Otting wie auch beim Jubiläum des TSV Waging sollten möglichst viele mit der Fahne mitgehen.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Einsatzleiterin Irene Schweiger über die Arbeit des Familienpflegewerks Traunstein berichtet. An diese Einrichtung hatte die Frauengemeinschaft 2011 500 Euro gespendet. Und bei einer spontanen Sammlung bei der Jahreshauptversammlung kamen weitere 290 Euro zusammen. In ihrem Vortrag hatte sie deutlich darauf hingewiesen, dass die Beiträge der Krankenkassen nicht ausreichten, den Dienst vollständig zu finanzieren. Von daher sei man dringend auf Spenden und Zuschüsse angewiesen. he