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Freiburg die Mannschaft der Stunde: «Licht am Horizont»

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Der SC Freiburg ist die Mannschaft der Stunde. Foto: Steffen Schmidt Foto: dpa

Freiburg (dpa) - Zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen - nicht einmal Bayern München hat im gleichen Zeitraum mehr Punkte gesammelt als der SC Freiburg.


Erst der Kraftakt in Köln, dann die Willensleistung gegen Mönchengladbach gerade einmal 52 Stunden später - und nun noch mal drei Punkte gegen Augsburg? «Das wäre der Traum. Wir fahren jetzt mit Rückenwind nach Augsburg», sagte Freiburgs Torwart Alexander Schwolow nach dem 1:0 (1:0) gegen den Europapokal-Kandidaten Borussia Mönchengladbach. «Wir sind gut drauf und mutig.»

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Binnen weniger Tage hat sich die Ausgangslage des SC Freiburg massiv verbessert. In den vergangenen vier Partien holte der Sport-Club drei Siege gegen Mainz, Köln und Gladbach und ein 0:0 gegen den Hamburger SV - erfolgreicher war in diesem Zeitraum keine andere Mannschaft aus der Fußball-Bundesliga. «Wir sehen Licht am Horizont», sagte Trainer Christian Streich, mahnte aber auch: «Ball flach halten. Wir haben jetzt 18 Punkte und sind weiter voll im Abstiegskampf.»

Der Sieg gegen die Borussia war für Streich eine direkte Folge aus dem Erfolg in Köln, als seine Profis ein 0:3 bei widrigsten Bedingungen noch in ein 4:3 umwandelten. «Das hat wesentliche Auswirkungen gehabt auf das Spiel», berichtete Streich. «Gladbach hatte nie Ruhe - das war unglaublich von der Energie. Das hat viel mit Köln zu tun gehabt.»

Im Schneetreiben im Rheinland hatte Nils Petersen am Sonntag mit zwei Elfmetertoren in den Schlussminuten den Sieg ermöglicht, und auch gegen Mönchengladbach traf der Stürmer per Strafstoß - der allerdings für Diskussionen sorgte. Der SC-Toptorjäger war vor seinem sechsten Saisontreffer von Jannik Vestergaard an der Hacke getroffen worden. Referee Deniz Aytekin ließ weiterlaufen, ehe Video-Schiedsrichter Patrick Ittrich nach mehr als einer Minute ein Signal gab und der SCF den berechtigten Foulelfmeter doch noch zugesprochen bekam.

Die Freiburger Fans jubelten - die Profis aus Mönchengladbach waren entsetzt. «Ich war grundsätzlich ein Befürworter des Video-Beweises. Auch wenn es richtig war, ist die Handhabung natürlich sehr unglücklich, um es mal harmlos zu formulieren», sagte Gladbachs Nationalspieler Lars Stindl.

Selbst die Freiburger äußerten sich skeptisch. «Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. In diesem Fall war es zu unseren Gunsten. Aber ich bin immer noch kein Freund davon. Das Spiel lief ja noch ein, zwei Minuten weiter», sagte Schwolow. Sein Teamkollege Pascal Stenzel sagte: «Ich bin immer noch kein Fan davon, auch wenn er uns heute geholfen hat.»

Auch Gladbachs Trainer Dieter Hecking fand den langen Zeitraum zwischen Foul und der Elfmeter-Entscheidung komisch - sagte nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft aber auch ganz klar: «Auch ohne den Video-Beweis war der Freiburger Sieg mehr als verdient.»

SC-Stürmer Tim Kleindienst hofft jedenfalls, dass die kleine Serie der Breisgauer noch bis Weihnachten hält. «Wichtig ist für uns jetzt: weitermachen. Die Euphorie und die Sicherheit mitnehmen in die Spiele, die wir noch haben.»

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