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Freiburg kommt Klassenerhalt näher: 2:2 in Wolfsburg

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VfL Wolfsburg - SC Freiburg
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Der Freiburger Vladimir Darida (l) behauptet den Ball vor dem Wolfsburger Slobodan Medojevic. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Wolfsburg (dpa) - Feiern wollten die Freiburger nicht - noch nicht. «Wir können ja rechnen», sagte Julian Schuster trotz des wichtigen Punktgewinns in Wolfsburg. Dank des 2:2 (0:1) beim ambitionierten VfL haben die Breisgauer den Klassenverbleib zwar fast sicher, aber sie wollen noch warten.


«Uns ist bewusst, dass wir noch nicht über der Ziellinie sind», erklärte der Kapitän. Er will erst schauen, wie der Hamburger SV spielt. Die Freiburger liegen vor dem Spiel des Hamburger SV an diesem Sonntag in Augsburg neun Punkte vor dem Relegationsplatz. Während die SC-Profis nach den Toren von Admir Mehmedi (61. Minute) und Marco Terrazzino (83.) zufrieden sein durften, mussten die Wolfsburger einen Rückschlag einstecken. Durch das unerwartete Remis wird die erhoffte Champions-League-Teilnahme immer schwieriger. Die VfL-Treffer erzielte vor 28 255 Zuschauern Außenangreifer Ivan Perisic (3., 70.). Pech hatte der VfL bei einem Pfostenschuss von Kevin de Bruyne in der Nachspielzeit.

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Einen gemeinsamen TV-Nachmittag in Freiburg soll es am Sonntag nicht geben. «Nein, da denke ich nicht dran», versicherte Trainer Christian Streich: «Wir waren in dieser Saison so viel beieinander. Den freien Nachmittag nehme ich ihnen nicht.» So könnte es eine einsame Feier zum Nicht-Abstieg für Streich geben, der nicht verraten wollte, wie er den Tag verbringt.

Die favorisierten Wolfsburger spielten lediglich in der Anfangsphase stark, bauten ab Mitte der ersten Halbzeit jedoch ab und wirkten phaseweise zu lethargisch. Aus ihrer anfänglichen Überlegenheit machten sie zu wenig und wurden dafür am Ende bestraft.

«Wir hätte das Ding klar machen müssen», kritisierte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs. «Es gibt noch viel zu verbessern.» Der VfL-Geschäftsführer lobte zudem den Gast, der nach schwachem Beginn immer besser wurde: «Die Freiburger haben sehr gut gespielt.»

Der frühe Treffer von Perisic gab den Gastgebern zunächst Sicherheit. Der kroatische Nationalspieler verlängerte eine Freistoßflanke von Ricardo Rodriguez mit dem Kopf ins Netz. In der zweiten Hälfte pfiffen indes immer mehr Zuschauer und ärgerten sich über die Nachlässigkeiten. Besser wurde die Stimmung zwischenzeitlich durch den zweiten Treffer von Perisic, der einen Pass von Christian Träsch einschob.

Die anfangs unterlegenen Freiburger mühten sich immer wieder um eigenen Offensivaktionen. Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit allerdings nur selten gefährlich in den Strafraum der Wolfsburger. Ihre beste Chance besaßen die Breisgauer bei einem Fernschuss von Vladimir Darida (24.), der an die Latte krachte.

Nach der Pause erhöhten sie den Druck auf die Gastgeber und wurden belohnt. Der bis dahin unauffällige Admir Mehmedi tanzte auf der linken Seite den ehemaligen Nationalspieler Träsch aus und ließ VfL-Keeper Max Grün schlecht aussehen. Den zweiten Treffer erzielte der eingewechselte Terrazzino: Der Joker nutzte eine Vorlage von Christian Günter und gab erneut Träsch das Nachsehen.

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 48,9 - 51,1

Torschüsse: 23 - 13

gew. Zweikämpfe in %: 53,5 - 46,5

Fouls: 13 - 14

Ecken: 11 - 7

Quelle: optasports.com