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Freie Wähler stellen Visionen für das Gemeindeleben vor

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Königssee: Informationsveranstaltung der Freien Wähler zu den Kommunalwahlen 2020
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Die Freien Wähler Schönau am Königssee sprachen im Gasthaus »Unterstein« über ihre Ziele für die Gemeinde. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Die Kandidaten der Freien Wähler Schönau am Königssee haben im Gasthaus »Unterstein« präsentiert, wie sie sich ihre Gemeinde in sechs Jahren vorstellen.


Die Freien Wähler (FW) möchten das Zusammenleben in Schönau am Königssee weiter aktiv mitgestalten und dabei viele Lösungen anbieten. Sie wollen dafür stehen, dass »Entscheidungen unbeeinflusst von parteipolitischen Zwängen« getroffen werden, und dass »alle in der Gemeinde gleich faire Chancen und Möglichkeiten« haben.

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Zu Beginn der Veranstaltung blickten die derzeitigen acht FW-Gemeinderäte, zweiter Bürgermeister Richard Lenz, Johann Hölzl, Martin Hofreiter, Thomas Janzen, Markus Koll, Michael Lochner, Beppo Maltan und Stefan Pfnür auf einige Meilensteine der ablaufenden Wahlperiode zurück.

Tourismusfachmann Richard Lenz zum Beispiel hob den barrierefreien Umbau und die energetische Sanierung des Rathauses samt Tourist-Info, Multifunktionsplatz und Alpinum hervor. Bei Barrierefreiheit und Seniorenfreundlichkeit sollten staatliche Träger Vorbild sein. »Von der Jenner-Bergstation ermöglicht ein barrierefreier Weg auch Senioren mit Rollatoren und Rollstuhlfahrern einen herrlichen Blick hinunter zum Königssee.« Dafür und für den Nationalpark Berchtesgaden wollen sich die Freien Wähler einsetzen.

Studiendirektor Martin Hofreiter betonte: »Fortlaufende Investitionen in den Bildungsbereich sind uns sehr wichtig.« Außerdem wollen die Freien Wähler ein offenes Ohr für die ansässigen Unternehmen mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen haben. Ziel der FW Schönau am Königssee ist die vollständige Tilgung der Schulden bis zum Jahr 2026 für einen größeren Gestaltungsfreiraum bei weiterhin stetigen Investitionen, vor allem in die Infrastruktur.

Zudem sollen alle Häuser mit einer »zeitgemäßen hohen Internetbandbreite« versorgt werden und zahlreiche weitere Häuser an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Auch Straßen, wie zum Beispiel die Kreisstraße BGL 1 mit dem Fergerlberg, sollen auf Wunsch der FW dann saniert sein. Weiters betonten die Kandidaten die Bedeutung der Nahversorgung mit Lebensmitteln und die Wichtigkeit der Ärzte- und Therapeutenvielfalt sowie der gesicherten Notfallversorgung. Gemeindeübergreifend wollen die Freien Wähler erreichen, dass der öffentliche Nahverkehr dank erweiterter Angebote und attraktiver Preise stärker genutzt wird. Eine konkrete FW-Forderung ist die »Schulwegfreiheit« auch für Oberstufen- und Berufsschüler.

Beppo Maltan stellte das vom Gemeinderat auf den Weg gebrachte Konzept »Aufbruch in die neuen 20er« mit den Schwerpunkten Verkehr und Ökologie vor. Martin Hofreiter hat konkret das Angebot einer Beratung durch die Gemeinde für Private, die selber zum Beispiel die Energie der Sonne auf den Dächern nutzen wollen und zu den Möglichkeiten und Vorschriften Informationsbedarf haben, vor Augen. Zentral war ebenso die Problematik der Knappheit von bezahlbarem Wohnraum für die hier Lebenden.

Projekte für einheimische Familien lägen den Freien Wählern am Herzen, sagte der erste Vorsitzende, Thomas Janzen. Die FW hoffen, dass 2026 das derzeit brachliegende und heruntergekommene Areal am Königssee gemäß dem städtebaulichen Konzept neu gestaltet ist und Gäste wie Einheimische davon angetan sind. Beppo Maltan referierte, unterstützt durch Anrainer Andreas Zechmeister, über die Fortschritte. Die Freien Wähler stehen hinter diesem Projekt. Beim derzeitigen Planungsstand gebe es jedoch noch Zahlreiches zu klären, etwa einen anwohnerfreundlichen Bauzeitenplan, begrenzte Rodungen oder auch eine Optik, die sich in das Landschaftsbild einfügt.

Auch über den Pletzgrabenausbau gab Maltan Einblicke: »Es wurde ein Planfeststellungsverfahren samt Umweltverträglichkeitsprüfung eingeleitet. Das war eine gute Entscheidung, da dies sehr umfangreiche Verfahren sind, die eine maximale Transparenz herstellen.«

Markus Koll und Xaver Wurm berichteten über die Investitionen in die Freiwilligen Feuerwehren. Gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan stehen neben dem Neubau des Königsseer Feuerwehrhauses in den nächsten Jahren drei weitere Großinvestitionen in neue Feuerwehrfahrzeuge an. FW-Vorstand Thomas Janzen hob die Wichtigkeit der Gemeinschaft hervor: »Das Ehrenamt ist ein wichtiges Fundament in einer Gemeinde. Zusammen kann man viel bewegen. Daher unterstützen wir von den Freien Wählern unsere Vereine und das Ehrenamt maximal.« fb