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Freiluft-Höhepunkt mit Austro-Pop

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Die Band Almrausch-live bot bei heißen Temperaturen Alpenrock und Austropop vom Feinsten unter freiem Himmel. (Foto: Benekam)

So ein Open-Air-Konzert bei bestem Sommerwetter und an einem stimmungsvollen Ort, das hat schon was. So durfte die Theaterfabrik auf Schloss Pertenstein mit ihren Gästen ihr viertes Sundowner Open-Air-Konzert mit der Austropop-Band Almrausch-live unter optimalen Bedingungen genießen. Zwar ging bei Hitzerekorden den meisten Besuchern die Sonne ein wenig zu langsam unter, aber der Vorplatz des Schlosses bot für Überhitzte kühlen Schatten.


Den Austropop-Fans bot Almrausch-live zumeist bekannte Alpenrocknummern in österreichischem Dialekt. Verblüffend textsicher stimmten die Zuhörer schon bei den ersten Liedern mit ein und mussten trotz lähmender Hitze kaum animiert werden, zu den beliebten Hits von Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, oder STS mitzusingen. Die oft witzigen Texte der Lieder allein und auch die lustig-lässige Art, sie zu spielen, ließen bald das Stimmungsbarometer steigen, sodass sich schon deutlich vor dem Sonnenuntergang die ersten Tanzpaare vor der Bühne einfanden.

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Mit musikalischen Stimmungsmachern wie »Pfiat di Gott Elisabeth« (Spider Murphy Gang), »Zweierbeziehung« (Rainhard Fendrich), »Zwickts me« (Wolfgang Ambros) oder »Reif für die Insel« (Peter Cornelius) überzeugten die Austropop-Musiker ebenso wie mit schnulzigen Herzschmerz-Nummern, wie etwa »Irgendwann bleib i dann dort« (STS), »Weilst a Herz hast wia a Bergwerk« (Rainhard Fendrich) oder der selbst ernannten österreichischen Nationalhymne »I am from Austria«.

Auch was Entertainment angeht muss sich die fünfköpfige Band nicht verstecken: Mit spontanen Witzen, Wortspielen und gegenseitigem Necken auch unter Einbeziehen der Konzertbesucher gab es viel zu lachen. Zu der locker-entspannten Atmosphäre und dem kühlen Getränk mischten die Musiker immer wieder lustige Sprüche, teilweise sogar während der Lieder.

Das Repertoire schien unerschöpflich. Nummern zum Träumen, zum Grölen, zum Tanzen, da war alles dabei aber vor allem ungemein viel Spaß an und mit der Musik, sowohl auf der Bühne, als auch bei den Open-Air Besuchern, die nach über drei Stunden Programm immer munterer wurden. »Langsam wachs ma zamm« (Wolfgang Ambros) passte rein textlich zu dem Konzerterlebnis in inzwischen intimer Gartenparty-Atmosphäre.

Leider enden die schönen Dinge immer viel zu früh, so auch diese inzwischen laue Sommernacht mit Live-Musik unter dem Sternenhimmel auf Schloss Pertenstein. Die Zugabe-Rufe der Fans und die Lust auf mehr wurde gerne gestillt. Nach mehreren Zugaben und wildem Applaus wurde es langsam stiller und viele der Gäste hoffen auf ein Wiedersehen mit Almrausch-live im nächsten August bei der Theaterfabrik. Kirsten Benekam