Freisprechungsfeier der Landwirte in kleinerem Rahmen – Vier Absolventen mit eins vor dem Komma

Gut ausgebildete Landwirte werden immer gebraucht
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Vier Absolventen konnten sich über eine Eins vor dem Komma freuen. Unser Bild zeigt von links Ausbildungsberater Josef Mühlhauser, die vier Einser-Absolventen Anton Statt, Josef Wastlschmid, Lisa Schuhbeck, Jakob Maier, Schulleiter der Landwirtschaftschule Hans Zens und Prüfungsausschussvorsitzenden Hans Grabner. (Foto: Konnert)

Palling – Bei der Freisprechungsfeier der Landwirte in Palling durften wegen der coronabedingten Begrenzung der Teilnehmerzahl nur die erfolgreichen Absolventen teilnehmen, die die reguläre dreijährige Ausbildung durchlaufen haben. Die Absolventen der Südostoberbayerischen Akademie für Land- und Almwirtschaft (Sola), die über den »2. Bildungsweg« den Abschluss im Beruf Landwirt erreicht und sich auch der Prüfung gestellt hatten, konnten diesmal nicht eingeladen werden.


Ausbildungsberater Land- wirtschaft Josef Mühlhauser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Töging gab einen zusammenfassenden Überblick über die Abschlussprüfung. Insgesamt haben in diesem Jahr fünf Frauen und 34 junge Männer an der Prüfung teilgenommen. 35 haben bestanden. Die Prüflinge kamen aus den Landkreisen Traunstein (29), Berchtesgadener Land (5), Rosenheim (2), Bad Kissingen (Unterfranken) (1), Neumarkt/Oberpfalz (1) und Osnabrück (1). Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.

Mit einer Durchschnittsnote von 2,44 zeigte sich Mühlhauser insgesamt zufrieden. Bei einer Absolventin und drei Absolventen stand die Eins vor dem Komma. Es waren dies Jakob Maier aus St. Georgen/Weisbrunn (Notendurchschnitt 1,24; (Ausbildungsbetriebe Andreas Schroll, Nußdorf und Johann Vordermaier, Pittenhart), Lisa Schuhbeck aus Grabenstätt (1,29; Ausbildungsbetrieb Johann Wimmer Grabenstätt), Josef Wastlschmid aus Altenmarkt (1,29; Ausbildungsbetrieb Markus Maier, St. Georgen/Weisbrunn) und Anton Statt, Motten (1,69; Ausbildungsbetriebe Silke und Raimund Wolf, Bundorf und Max Angerer, Nußdorf). Die Überreichung der Zeugnisse erfolgte durch den Vorsitzenden der Prüfungskommission Hans Grabner und den Schulleiter der Landwirtschaftschule Traunstein Hans Zens.

Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, BBV-Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer, sowie Johann Englschallinger, Vorsitzender des VLF Traunstein, gratulierten den frischgebackenen Landwirten zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und ermahnten sie, nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiter zu entwickeln und am Puls der Zeit zu bleiben. »Ihr braucht Geduld, Ausdauer und Leidenschaft, denn Landwirt ist kein Beruf, sondern eine Berufung«, so Resi Schmidhuber. »Mit eurer Top-Ausbildung könnt ihr überall mitreden« ermutigte Sebastian Siglreithmayer die Absolventen. »Lasst euch nicht von der negativen Stimmung weniger anstecken«, so der Rat von Johann Englschallinger, »gut ausgebildete Landwirte werden in der Zukunft mit ihren großen Herausforderungen dringend gebraucht.«

Oberstudiendirektorin Burgi Mörtl-Körner von der Berufschule III vertrat die Schule nach 35 Jahren zum letzten Mal. Sie gab »ihren Landwirten« viele gute Ratschläge mit auf den Lebensweg, darunter über den Tellerrand zu blicken, vernetzt zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, offen zu sein für Veränderungen. »Meine Landwirte werden mir fehlen« schloss die Oberstudiendirektorin ihr Statement. Dass auch ihre Schüler sie vermissen werden und viel von ihr gelernt haben, zeigte sich in dem kurzen Rückblick auf die dreijährige Ausbildungszeit aus Sicht der Absolventen, den Jakob Maier und Sebastian Solder in Gedichtform formuliert und mit viel Humor vorgetragen haben. Ihr Fazit: langweilig war's nie, auch wenn viele Tage lang waren. Die drei Jahre sind viel zu schnell vergangen.

Das »letzte Wort« an diesem Abend hatte Hans Grabner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Er gratulierte den erfolgreichen Prüflingen, dankte den Lehrern und dem Prüfungsausschuss für ihren Einsatz, den Eltern und Familien sowie den Ausbildungsbetrieben für die Unterstützung und den Absolventen für ihre Disziplin. Es sei nun an ihnen, das, was sie gelernt haben, vernünftig umzusetzen und die Erfahrungen der vorigen Generation mit der neuen Zeit zu verknüpfen. Er warnte davor, in Routine zu verfallen und betriebsblind zu werden. »Somit spreche ich Euch aufgrund der dargebrachten Leistungen frei und entlasse Euch in den Beruf der Landwirtin, des Landwirts«, schloss Grabner seine Ausführungen. Musikalisch untermalt wurde die Feier von den Geschwistern Katharina und Franz-Josef Kaiser aus Töging.

kon