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Mit kräftigen Schüben stellten die Helfer der Feuerwehr Wolkersdorf, des Maibaumvereins Alt-Neutraunstorf Angerbauer Hof und der Einhamer Dorfgemeinschaft den Maibaum auf.

»Freistaat Einham« – Zur 40-Jahr-Feier Maibaum aufgestellt

Traunstein – Ein Dorf feiert sich selbst, so könnte man das Aufstellen des Maibaums in Einham nennen – bei bestem Wetter und mit vielen Gästen. Denn die Dorfgemeinschaft »Freistaat Einham« wurde 1982 gegründet.


Mit regelmäßigem Maibaumaufstellen, einer jährlichen Maiandacht, einem Weinfest sowie monatlich einem Stammtisch der Männer und einem Frauenstammtisch wird die Dorfgemeinschaft seither gepflegt. Aktivitäten wie Jubiläen, Hebefeiern und andere tragen immer wieder dazu bei, gemeinsam etwas zu schaffen. Der Antrieb ist dabei immer noch der gleiche wie vor 40 Jahren: Frieden beginnt in der Familie und eben auch in einem kleinen Dorf.

Zuvor jedoch wurde der Maibaum noch von der Feuerwehr Wolkersdorf zusammen mit dem Maibaumverein Alt-Neutraunstorf-Angerbauer Hof gestohlen. In einer zähen und humorvollen Verhandlung wurden die Bedingungen festgeschrieben, unter denen die Rückgabe nun erfolgte.

So kamen die Diebe nun mit dem Maibaum, gezogen vom Pferdegespann Hunklinger, zu mittags in Einham an. In den prachtvollen Zug reihten sich die Blaskapelle Chieming, die Honoratioren und viele Kinder, die die Schilder trugen, ein.

Am Fuxn-Spielplatz wurde nach einer schwungvollen Einlage der Vachendorfer Cheerleader mit dem Aufstellen begonnen. Mit kräftigen Schüben unter dem Kommando des Festorganisatoren und Richtmoars Alois Rieß brachten die Burschen den Baum in die Senkrechte. Die Schilder brachten dann der hinaufkletternde Schorsche Jobst, Sepp Jobst und Andi Zeilinger an.

Für alle war klar, dass der Weg aus einer Pandemie so ein Fest brauchte, obgleich beim Umsägen des Maibaums im Dezember 2021 noch nicht klar war, ob das Fest würde stattfinden können. Im Anschluss übergaben die Diebe ein Andenkenschild für den Einhamer Stammtisch.

Gleich darauf fanden Ehrungen statt. Die Dorfgemeinschaft Einham würdigte die sich jahrzehntelang engagierenden Personen des »Freistaats Einham«, der heuer sein 40-jähriges Bestehen hat. Geehrt wurden Lisbeth und Alois Zeilinger, die viele Maibäume gestiftet haben und auch jederzeit mit Gerät zur Seite standen, wenn erforderlich. Auch Rosi und Schorsch Jobst, der als »Bürgermeister von Einham« fungiert, wurde für das anhaltende Einbringen gedankt.

Ingrid und Hannes Oberauer – dieser ist der »Präsident« des »Freistaats Einham« – bekamen ebenfalls eine Dankesurkunde und ein Stück des Maibaums von 2017. »Frieden beginnt immer in der Familie und im Dorf«, so Rieß, der alle Beteiligten lobte. »Es geht nur gemeinsam, dann kommt auch so ein Fest raus«. Und so wurde bei hellem Mondschein noch bis nach Mitternacht gefeiert.

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