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Freude über »Traumsport bei Traumwetter«

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Sie holte sich den Sieg beim Großen Preis auf Gut Ising: Elisabeth Meyer. (Foto: Weitz)

Elisabeth Meyer (RA SV Leingarten) hat den zweiten Großen Preis des 11. internationalen Chiemsee-Pferdefestivals auf Gut Ising gewonnen. In einem spannenden Stechen der S***-Prüfung verwies sie in 42,54 Sekunden Louisa Müller (RFV Dhünn/43,11) auf Rang 2. Dieses Duo blieb fehlerfrei.


Dahinter folgten als Dritte Tina Deuerer (RV Eppelheim/4 Fehlerpunkte/40,3) sowie Rüdiger Renner (SRC Fünfseenland). Dieser stellte auf Celano zwar die Bestzeit (39,21 Sekunden) auf, kassierte aber für zwei Abwürfe acht Fehlerpunkte.

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Das Stechen im Springen um den Großen Preis der Julius-Bär-Bank bildete den Abschluss der zweiwöchigen Veranstaltung. Bei besten Witterungsbedingungen und vor ungefähr 4000 Zuschauern »war der Parcours richtig schwer«, so Turnierleiter Josef Beilmaier. So schafften es von knapp 50 Teilnehmern nur vier mit einem fehlerfreien Ritt ins Stechen.

Einige Spitzenergebnisse gab es auch für die heimischen Teilnehmer. In einer S*-Prüfung der Großen Tour der Amateure wurde Claudia Kressierer (TG Rosenheim-Land) Vierte, in einer CSI-2*-Prüfung (Kl. S*) wurde Tobias Bachl (RFV Pfarrkichen) ebenfalls Vierter. In einer Zwei-Phasen-Springprüfung der Mittleren Tour hielten drei Reiterinnen des gastgebenden PSC Ising gut mit: Denise Straßer wurde Fünfte, ihre Schwester Alexandra Neunte und Julia Bartmann Zwölfte.

Zum Abschluss gab es neben hochkarätigen weiteren Springprüfungen auch noch spannende Wettbewerbe in der Dressur. Hier setzte sich in der Grand Prix Kür (S***) Uwe Schwanz (RV Waldhauser Hof) vor Benjamin Werndl (RV Aubenhausen) und Matthias Bouten durch.

»Wir sind rundum zufrieden«, zieht Beilmaier Bilanz. Die teilweise hochkarätigen Wettbewerbe hätten »Traumsport bei Traumwetter« geboten. Insgesamt hatten nach Schätzungen der Veranstalter (PSC Ising und die Gut Ising Turnier GmbH) »15 000 bis 16 000 Zuschauer« das Pferdefestival besucht.

So will man auch in Zukunft am bewährten Modell mit der Mischung aus Spitzensport und Angeboten für Teilnehmer aus der Region festhalten. Das sieht auch der ehemalige Bundestrainer Dietmar Gugler so, der mit seiner Frau Sylvia (Vorsitzende des Turnierausschusses) der Gut Ising Turnier GmbH angehört. »Diese Mischung aus Jugend, Amateuren und Profis ist spannend.«

Für die Profis ebenfalls interessant: Neben den zwei Großen Preisen ging es auch noch in einer Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S** um Weltcuppunkte. »Das Springen muss da mit mindestens 25 000 Euro Gesamtpreisgeld dotiert sein«, erläutert Gugler. In diesen Prüfungen nutzen oft Profis die Chance, mit jüngeren Pferden an den Start zu gehen und um Punkte für die Weltrangliste zu kämpfen. Gugler selbst kümmert sich vor allem um Sponsoren, ein wenig um den Ablauf, »und ich versuche übers Jahr, immer wieder Reiter hierher einzuladen. Und mit Sepp Beilmaier sowie Petra Hofmann, die sich um die Dressur kümmert, haben wir ein super Team«, lobt er.

Allerdings wissen auch die Verantwortlichen auch, dass man schon jetzt – mit über 400 gemeldeten Pferden pro Turnierwoche – nahe an der Kapazitätsgrenze ist. »Viel mehr können es nicht werden«, sind sich Josef Beilmaier und Dietmar Gugler einig. Dennoch: »In Zukunft wollen wir sogar noch etwas mehr in die Breite gehe. Wir wollen noch mehr Reiter aus der Region, Bayern und Österreich zur Teilnahme motivieren«, betont Gugler. Der gelungene Verlauf des Pferdefestivals lässt vermuten, dass das gut gelingt ... who