Friedensaktivisten waren auf Traunsteins Straßen unterwegs
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Foto: Hubert Hobmaier

Friedensaktivisten waren auf Traunsteins Straßen unterwegs

Traunstein – »Kriege kann man nicht mit Waffenlieferungen beenden« – dies war eine der zentralen Aussagen des Aktionsbündnisses am Karsamstag beim Ostermarsch in Traunstein. Rund 140 Menschen waren dem Aufruf gefolgt und marschierten mit Bannern und Plakaten vom Stadtplatz zum Bahnhofsplatz und über den Stadtpark zurück zur Abschlusskundgebung auf den Stadtplatz. Mehrere Redner forderten sowohl das Ende des Kriegs in der Ukraine, aber auch das Ende von bewaffneten Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt. Kritik übten sie sowohl an der geplanten Aufstockung der Militärausgaben als auch an den Waffenlieferungen an die Ukraine.


Hauptorganisatorin Dr. Renate Schunk von der Friedensinitiative Traunstein, Traunreut, Trostberg zog am Ende eine positive Bilanz. Gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt sagte sie: »Wir haben deutlich mehr Menschen mobilisieren können als in den Jahren davor.« Es habe im Vorfeld durchaus auch Kritik an der komplett ablehnenden Haltung von Waffenlieferungen und der Anhebung von Militärausgaben gegeben. »Es freut mich umso mehr, dass sich dennoch so viele Menschen am Ostermarsch beteiligt haben.«

Nach der offiziellen Begrüßung am Stadtplatz wurde das »Antikriegsmanifest« von Konstantin Wecker verlesen, ehe sich die Teilnehmer mit Fahnen, Bannern und begleitet von Musik sowie einen als Tod maskierten Trommler über den Maxplatz und die Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof in Bewegung setzten. Dort trat zunächst Manuela Pertl von der Initiative für Flüchtlingsrechte ans Rednerpult. Sie forderte unter anderem, alle Menschen, die sich auf der Flucht befinden, gleich zu behandeln. »Geflüchtete zweiter Klasse darf es nicht geben«, betonte sie. Dies führe zu einer Spaltung der Gesellschaft, so die Kreisrätin.

»Wir fordern ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine«, sagte Stadtrat Dennis Holl (SPD/Die Linke). Die Sehnsucht nach Frieden und Sicherheit sei keine Sehnsucht nach Panzern, Drohnen und Raketen, sondern eine echte Sehnsucht nach Frieden in einer Welt ohne Waffen, so seine an die Bundesregierung gerichteten Forderungen. Darüber hinaus müssten die deutschen Rüstungsexportprojekte sofort gestoppt werden, da diese dazu beitragen würden, dass bewaffnete Konflikte und somit tausendfaches menschliches Leid unterstützt würden.

Auf dem Rückweg über die Ludwigstraße machte der Zug am Stadtpark Halt, um das diesjährige Friedensgebet zu sprechen und den Opfern von Krieg und Gewalt in der Ukraine und der ganzen Welt zu gedenken. Die katholische Gemeindereferentin Birgit Steinbacher sprach das Gebet an der Kirche im Stadtpark. Die Abschlusskundgebung fand im Anschluss auf dem Stadtplatz in Traunstein statt. Dort traten Hans Gandler vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Traunstein und Dr. Renate Schunck von der Friedensinitiative an das Mikrofon.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der morgigen Ausgabe (19. April) des Traunsteiner Tagblatts.

hob