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Friedrich vor Arndt Zweiter beim Viererbob-Weltcup

Calgary (dpa) - Francesco Friedrich ist beim Viererbob-Weltcup im kanadischen Calgary vor Maximilian Arndt auf Rang zwei gefahren. Der Zweierbob-Weltmeister musste sich wie schon im Rennen mit dem kleinen Schlitten nur dem Letten Oskars Melbardis geschlagen geben.

Zweiter
Im Vierer: Francesco Friedrich Jan Speer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis. Foto: Mike Sturk Foto: dpa

Nach zwei Durchgängen hatte der Lette 0,17 Sekunden Vorsprung. Viererbob-Weltmeister Arndt aus Oberhof, der das Auftaktrennen in Lake Placid gewonnen hatte, wurde Dritter. Zweierbob-Junioren-Weltmeister Nico Walther aus Riesa verbesserte sich im zweiten Durchgang noch vom elften auf den fünften Rang. Zuvor hatte Anja Schneiderheinze aus Erfurt als Zweite ihren ersten Podestplatz in diesem Winter gefeiert.

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Für eine Weltpremiere sorgten die Pilotinnen Kaillie Humphries aus Kanada und Elana Meyers Taylor aus den USA, die erstmals als Pilotinnen einen Viererbob mit drei dahinter sitzenden Männern steuerten. Allerdings kamen sie mit den schwächsten Startzeiten nicht über die letzten beiden Plätze hinaus.

Cheftrainer Christoph Langen hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung vom Weltverband FIBT Ende Oktober seinen Unmut darüber ausgedrückt. «Man muss aufpassen, dass sich der Weltverband nicht lächerlich macht. Entweder lässt man einen Mix-Vierer mit jeweils zwei Frauen und Männern an den Start, oder man entscheidet sich für einen kompletten Frauen-Vierer. Alles andere ist Blödsinn.» Für Anja Schneiderheinze stellt sich die Frage eines Starts überhaupt nicht: «Ich hätte bei unseren Männern eh keine Chance und schaue mir das lieber entspannt aus der Ferne an», sagte die Olympiasiegerin von 2006.

Zuvor hatten die deutschen Zweierbobs zwei zweite Plätze verbucht. Während Schneiderheinze mit Franziska Bertels hinter Meyers Taylor über ihren ersten Podestplatz in diesem Winter jubelte, haderte Friedrich mit seinem zweiten Rang. «Der Zweite war heute der erste Verlierer. Wenn ich mir überlege, wie wir den Sieg verschenkt haben. Zuerst diese indiskutable Startzeit im ersten Lauf und dann diesen Umweg im zweiten», meinte Friedrich, der sich mit Anschieber Martin Grothkopp um drei Hundertstelsekunden dem Letten Melbardis geschlagen geben musste.

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