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»Stoaberg Sängerinnen« veranstalten Frühlingssingen mit Musikgruppen aus Bayern und Österreich – Höhepunkt »Weißengroaner Tanzlmusi«

»Frisch auf in d' scheenste Jahreszeit«

Berchtesgaden – Die »Stoaberg Sängerinnen« hatten zum Frühlingssingen im Kongresshaus am Samstag zahlreiche erstklassige Musikgruppen geladen. Höhepunkt des Abends waren die Stücke der Weißengroaner Tanzlmusi.

Die »Weißengroaner Tanzlmusi« hat die Zuhörer im Kongresshaus musikalisch in den Frühling begleitet. (Fotos: B. Stanggassinger)

»Blaue Augen« hieß die Polka, mit der die »Weißengroaner Tanzlmusi« das Frühlingssingen im Kongresshaus musikalisch eröffnete. Grußworte gab es vom Leiter des Kurhauses, Sepp Wenig. Er überreichte den »Stoaberg Sängerinnen«, die für die Organisation verantwortlich waren, Blumensträuße. Eva Angerer von den Sängerinnen hieß die Besucher und Musikanten willkommen: »Wir haben eine große Auswahl an besten Sängern und Musikanten eingeladen. Sie kommen aus Berchtesgaden, Bad Reichenhall, aus dem bayerischen Oberland und aus dem benachbarten Österreich.« Die »Hartl Musi« hatte mit drei Stunden Autofahrt die längste Anreise.

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Franz Stanggassinger hatte den Großen Saal des Kongresshauses frühlingshaft geschmückt. »Frisch auf in d' scheenste Jahreszeit« hieß das Motto des Abends und zugleich der Titel des ersten Liedes der »Stoaberg Sängerinnen«. Die »Tiefenbach Musi« in Besetzung mit Hackbrett, Diatonischer Ziehharmonika, Zither, Kontrabass und Gitarre spielte darauf den Barmstoaner Landler.

Die Rimstinger Sänger aus dem Chiemgau sangen mit großer Begeisterung und Freude überlieferte Lieder mit den Titeln »Fahr ma mitn Winter o«, »Musikanten spuits auf«, »Ja da Holzknecht führt a lustigs Leben«, »I hab mei'm Dianei a Briafal gschriebn«, und dem »Chiemgauer Bauern«. Sprecher Siegi Götze verstand es, eine Brücke zwischen den musikalischen Beiträgen und informativen, witzigen sowie tiefsinnigen Begebenheiten zu schlagen. Götze kündigte an, dass es im November ein Liederbuch mit eigenen Texten der »Stoaberg Sängerinnen« und zu Weihnachten eine neue CD gibt. Er äußerte sein Bedauern darüber, dass es in Kürze auf dem Rundfunksender Bayern 1 keine Volksmusiksendung mehr geben soll. Die Zuhörer antworteten mit kräftigem Applaus.

Die »Goldtropf Musi« spielte einen schmissigen Großarler Boarischen, dazu das böhmische Polkerl, den Walzer »de alte Lena«, den Landler »an Hiasei seina« und die »Sistranser Kirtapolka«. Christa Graßl sang zweimal, zum einen bei den »Stoaberg Sängerinnen« und zum anderen im Dreiklang Schneider Lenz. Letztgenannter trug mit vielen Emotionen Lieder vor, wie »im Fruhjahr, wann der Schnee weggeht«, das Fuhrmannslied »Aba Hansei spann ei«, »i bins da boarisch Hiasl« und »a Sprung übers Wasserl«. Die »Tiefenbach Musi« spielte den Landler »Hockts enk zamm«, die Pflughörndl Polka, einen Jodler und den »Laki Boarischen«.

Ein musikalischer Höhepunkt an diesem Volksmusikabend war die »Weißengroaner Tanzlmusi«. Wer einmal auf die Musik der Weißengroaner getanzt hat, vergisst das nicht mehr, heißt es auf ihrem Internetportal. Die Musikanten zelebrierten Klangschönheit und musikalische Präzision. Für instrumentale Schmankerl sorgte auch die »Hartl Musi«. Ihre Stückln waren: »Sonntagskogelpolka«, »Raabtal Landler«, »Hannerl Polka«, »Mei Schatzerl« oder »Op de Koppel«.

Zum Schluss wünschte sich der Sprecher, gemeinsam mit dem Publikum den »Alperer« zu singen. Er selbst stimmte an und die Zuhörer sangen fleißig mit.

Nach viel Applaus spielten alle Musikanten als Zugabe gemeinsam noch einen auf, bevor es zum gemütlichen Teil ins »Bräustüberl« ging. Bernhard Stanggassinger