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»Frischer Wind in der Gemeinde«

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Sebastian Heller

Chieming. Sebastian Heller (55) ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Der Gemeinderat der Grünen ist Heilpädagoge und Sozialbetriebswirt. Er tritt gegen Bürgermeister Benno Graf und Christian Schindler im Rennen um das Amt des Bürgermeisters an.


Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

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Die Gemeinde Chieming ist seit mehr als 30 Jahren mein unverrückbarer Lebensmittelpunkt und Heimat. Neben Ort und See sind es vor allem die Menschen, die mir das Heimatgefühl geben. Für eine gute gemeinsame Zukunft braucht es verantwortliches und mutiges Handeln. Das möchte ich als Bürgermeister zum Wohle der Bürgerschaft, aber auch für Natur und Umwelt gewährleisten. Um das tun zu können, bringe ich neben fachlichem Wissen und Erfahrung vor allem breite Führungs- und Leitungskompetenz in das Amt mit. Hierbei stehe ich für eine respektvolle, konstruktiv kritische Zusammenarbeit von Verwaltung, Gemeinderat und gesamter Bürgerschaft. Über alle Parteien und Interessengruppen hinweg möchte ich die Menschen unter dem Motto zusammenführen: »Wir in der Gemeinde Chieming!« (auf Bairisch: »Mia Cheaminga, Harter und Isinger!«).

Welches Problem in Chieming wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie zum Bürgermeister gewählt werden?

Neben der Verkehrsproblematik möchte ich zuerst die Sanierung der Schule und der Kindergärten anpacken. Darüber hinaus brauchen wir für unsere Betriebe dringend geeignete Flächen zur Neuansiedelung und Weiterentwicklung.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Die Gemeinde Chieming ist eine der attraktivsten Kommunen im Chiemgau und ganz Oberbayern. Das Dorfleben ist zum einem traditionell geprägt, zum andern bringen die vielen Neubürger frischen Wind in die Gemeinde. Da steckt eine große Kraft für eine gemeinsame, gute Zukunftsentwicklung drin. Der Einsatz der Gemeindebürger in den Kirchengemeinden, in den Vereinen und Initiativen ist dafür eindrucksvoller Beweis.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Lebenserfahren und immer noch neugierig auf das Leben. Hohe Führungskompetenz, getragen von einem festen Wertegerüst. Manchmal sehr ungeduldig.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Stärken: Ich höre zu und lebe ein kooperatives Miteinander. Ich kann Menschen für gemeinsame Ziele begeistern und einbinden, ganz nach dem Motto: »Tue alles mit Rat, dann brauchst du nach der Entscheidung nichts bereuen« (hl. Benedikt von Nursia).

Schwächen: Ich bin mitunter sehr kritisch mit mir selbst.

Welche Lösung schlagen Sie vor, damit die Gemeinde das Verkehrsproblem in der Ortsmitte in den Griff bekommt?

Wir sind uns alle einig: Die Verkehrssituation ist insbesondere für die Anlieger an der Hauptstraße extrem belastend. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Um schnell und kostengünstig agieren zu können, werde ich im ersten Schritt die Verkehrsberuhigung verfahrensrechtlich prüfen und versuchen, sie politisch durchzusetzen. Fakt ist zudem, dass in einer Bürgerbefragung geklärt wird, ob die Ortsumfahrung weiter verfolgt werden soll. Um die emotionale Spaltung des Dorfes zu verhindern, müssen vorher alle Fakten auf den Tisch, wie die Haltung der Grundbesitzer, die Trassenführung nahe Wohn- und Wasserschutzgebiet, Schallschutz und gemeindlicher Kostenanteil in Millionenhöhe (20 Prozent der Planungs- und Erstellungskosten bei der Anwendung der so genannten kommunalen Sonderlast).