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Frontalzusammenstoß bei Schechen: Unfall war wohl Absicht

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Autounfall
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Ein Warndreieck mit dem Schriftzug «Unfall» steht auf einer Straße. Foto: Patrick Seeger/Archiv Foto: dpa

Schechen – Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 15.30 Uhr auf der B15 und forderte zwei Tote sowie einen Schwerverletzten. Wie die Polizei nun mitteilte, war der Frontalzusammenstoß wohl absichtlich.


Update, Montag, 12 Uhr:

Die Meldung der Polizei im Wortlaut:

Wie berichtet kam es am gestrigen Sonntagnachmittag, 27. Dezember, auf der Bundesstraße 15 zu einem folgenschweren Zusammenstoß mehrerer Autos. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, eine Person wurde erheblich verletzt. Wie die Ermittlungen der Polizei inzwischen ergaben, muss davon ausgegangen werden, dass der Verursacher die Kollision bewusst herbeigeführt hat.

Ein 34-jähriger Mann aus dem Landkreis Ebersberg fuhr am Sonntagnachmittag gegen 15.20 Uhr auf der Bundesstraße 15 mit seinem BMW von Wasserburg kommend in Richtung Rosenheim. Zur selben Zeit fuhr ein 71-jähriger Opel-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf auf der B 15 in entgegengesetzter Richtung. Hinter dem Opel fuhr eine 25-jährige Autofahrerin aus Rosenheim mit ihrem Skoda.

Der BMW-Fahrer überholte kurz vor dem Ortsteil Erlensee (Gemeindegebiet Schechen) einen vorausfahrenden Autofahrer und kollidierte kurz nach dem Ausscheren mit seinem Pkw frontal mit dem Opel des 71-Jährigen. Durch die enorme Wucht des Aufpralls schleuderte der Opel in den Straßengraben. In der Folge stieß der BMW noch mit dem Skoda der nachfolgend entgegenkommenden Frau zusammen.

Die beiden Fahrzeugführer des BMW und des Opel wurden in ihren Fahrzeugwracks eingeklemmt und mussten von den Helfern der alarmierten Feuerwehr mit Rettungsspreizern aus den total beschädigten Fahrzeugen geborgen werden. Für beide kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch an der Unfallstelle. Die 25-jährige Frau wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum nach Rosenheim zur Behandlung transportiert.

An den drei beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 60.000 Euro. Auf Weisung der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde von den aufnehmenden Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim ein Sachverständiger hinzugezogen und mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.

Noch am Sonntagnachmittag ergaben sich für die Polizei konkrete Anhaltpunkte dass der 34-Jährige den Zusammenstoß bewusst herbeigeführt hat. Das Motiv dafür dürfte in familiären Problemen liegen. Die Sachbearbeitung wurde deshalb, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein vom zuständigen Fachkommissariat K1 der Kripo Rosenheim übernommen. Die Untersuchungen laufen wegen Mordes an dem 71-Jährigen und versuchten Mordes an der 25-Jährigen im Zusammenhang mit dem Suizid des 34-jährigen BMW-Fahrers.

Erstmeldung, Sonntagabend:

Ein aus dem Raum Ebersberg kommender BWM-Fahrer fuhr auf der B15 von Richtung Wasserburg nach Rosenheim. Ein Opelfahrer aus dem Wasserburger Raum befuhr ebenfalls die B15, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Hinter ihm der Lenker eines Skodas. Der BMW-Fahrer setzte kurz vor Erlensee im Gemeindegebiet Schechen zum Überholen an und übersah den entgegenkommenden Opel-Fahrer. Dabei kam es zum Frontalzusammenstoß. Auch der Lenker des Skoda krachte in die Unfallstelle. Die Fahrzeuge wurden in das nahegelegene Bankett geschleudert und kamen dort zum Stillstand.

Der Fahrer des BMWs sowie des Opels wurden durch den Frontalzusammenstoß getötet. Der Skoda-Fahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Klinikum Rosenheim gerbracht. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von rund 60.000 Euro.

fb/red


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