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Frühes Playoff-Aus für Bamberg - Bayern und ALBA weiter

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Bambergs Mark Zirbes (r) kann Kenneth Frease von den Artland Dragons Quakenbrück nicht aufhalten. Foto: Ingo Wagner Foto: dpa

Quakenbrück (dpa) - Titelverteidiger Bamberg ist in den Playoffs der Basketball Bundesliga bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Die Brose Baskets verloren bei den Artland Dragons mit 75:83 (35:39) und mussten sich in der Best-of-Five-Serie mit 1:3 geschlagen geben.


Damit ist in dem Meister der vergangenen vier Jahre erstmals seit den EWE Baskets Oldenburg 2010 wieder ein Titelverteidiger schon in der ersten K.o.-Runde gescheitert. Weiter dabei sind dagegen die Topfavoriten Bayern München und ALBA Berlin. Die Bayern entschieden die Serie durch ein 82:75 bei den MHP Riesen Ludwigsburg mit 3:1 für sich. Allerdings legten die Ludwigsburger Protest gegen die Spielwertung ein. Pokalsieger ALBA hatte bereits am Samstag in Ulm mit 95:89 den dritten Sieg geholt. Die Entscheidung zwischen Bonn und Oldenburg fällt nach dem 72:71 (63:63, 39:39) nach Verlängerung für die Bonner erst im fünften Spiel am Mittwoch.

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In Bamberg geht mit dem frühen Aus eine Ära zu Ende. Unter Trainer Chris Fleming avancierten die Franken zum besten Team in Deutschland und gewannen mit Spielern wie Anton Gavel, Casey Jacobsen oder John Goldsberry Titel in Serie. Nun stehen die Brose Baskets vor einem Neuaufbau. Ob Fleming trotz Vertrages bis 2016 Headcoach bleibt, werden die nächsten Tage zeigen. Bei den Dragons war Point Guard David Holston mit 24 Punkten wieder einmal der entscheidende Faktor.

Die Bayern, deren Assistenztrainer Emir Mutapcic neuer Bundestrainer werden soll, hatten auch im vierten Duell mit Ludwigsburg mehr Mühe als erwartet. Nach drei Vierteln lag das Starensemble von der Isar noch mit drei Punkten zurück (54:57), drehte die Partie aber doch noch zu seinen Gunsten. Vor allem Heiko Schaffartzik hatte mit 20 Punkten großen Anteil am Sieg.

Der Nationalspieler war auch an der so heftig diskutierten Szene des Abends beteiligt. Der Point Guard hatte die Schiedsrichter offensichtlich gefragt, ob in Stockton der richtige Spieler der Gastgeber an der Freiwurflinie stünde. Der US-Boy hatte seinen ersten Freiwurf bereits verwandelt, ehe die Unparteiischen entschieden, dass Stockton angeblich nicht der gefoulte Spieler gewesen sei. Den Hausherren wurde der Punkt wieder aberkannt, zudem bekamen die Bayern Ballbesitz, was Schaffartzik mit einem seiner fünf Dreier zur Vorentscheidung nutzte.

Die Ludwigsburger haben nun bis diesen Montag um 12.00 Uhr Zeit, ihren Protest weiter zu verfolgen. Die endgültige Entscheidung fällt BBL-Spielleiter Dirk Horstmann. »Ich denke, wir haben gute Chancen, noch einmal zu spielen«, sagte MHP-Coach John Patrick bei »Sport1«.