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Fuchskrankheiten breiten sich aus

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Hundehaltern wird geraten, im Wald auf den Wegen zu bleiben und die Hunde nicht stöbern zu lassen. Das rät die Kreisgruppe des Jagdverbands, da derzeit Hauptsaison der Fuchsjagd ist. Zudem breiten sich Krankheiten über die Füchse aus. (Foto: Ellwanger)

Berchtesgadener Land – Es ist Hochwinter und damit beginnt die Hauptsaison der Fuchsjagd. Zu diesem Thema informiert die Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Bayrischen Jagdverband, welche Aufgaben die Jäger haben und dass sich Fuchskrankheiten derzeit in der Region ausbreiten.


Auf den ersten Blick mag man sich fragen, wofür sich Jäger in der Kälte die Nacht um die Ohren schlagen. An den eher geringen staatlichen Abschussprämien liegt es nicht. Vielmehr sind es Seuchenkontrolle und das Erlösen schwer erkrankter Tiere, die den Jäger in die Winternacht treiben. Da der Fuchs keine natürlichen Feinde im Tierreich hat, hat die Population solche Größen erreicht, dass sich gefährliche Tierseuchen mehr und mehr ausbreiten.

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Bis zu 30 Prozent der Füchse sind mit dem Fuchsbandwurm infiziert. Der Fuchsbandwurm wird weniger Fuchs und Hund als vielmehr dem Menschen lebensbedrohlich. Im vergangenen Jagdjahr fiel den Jägern auch einer hoher Anteil an Fuchsräude auf. Viele der Tiere litten unter massivem Juckreiz und hochgradigem Haarausfall. Für die befallenen Füchse bedeutet eine Infektion oft einen qualvollen Tod. Hunde infizieren sich vor allem an Fuchsbauen. Im vergangenen Jahr wurde nun auch noch bei drei Füchsen der Verdacht auf die Staupe im Labor bestätigt. Die Staupe ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die Füchse und Hunde befällt. Sie führt über Magen-Darm-Symptome oder eine Infektion des Atmungstraktes hin zu Erkrankungen des Rückenmarks und Gehirns. In den meisten Fällen verläuft sie unter Qualen tödlich.

»Zum Glück können Haushunde geimpft werden«, so Tierarzt Dr. Christoph Werner. »Leider sind es aber nicht alle. Und auch Hundeimporte aus Osteuropa verschlechtern zunehmend die Lage. Wildlebenden Füchsen stehen diese Schutzmaßnahmen nicht zur Verfügung und so verbreitet sich die Seuche immer mehr.«

Die Jägerschaft ist aufgerufen, erkrankte Tiere zu erlösen und durch gezielte Bejagung die Fuchspopulation einzudämmen. Denn je dichter der Besatz, umso besser können sich die Krankheiten Fuchsbandwurm, Räude und Staupe ausbreiten. »Es gibt sicher angenehmeres, als sich bei Minustemperaturen die Nacht auf dem Hochsitz um die Ohren zu schlagen. Aber es ist ein Dienst am Wildtier und an der Gemeinschaft«, so der Kreisvorsitzende des Bayerischen Jagdverbandes Hans Berger.

Hundehaltern wird geraten, im Wald auf den Wegen zu bleiben und die Hunde nicht stöbern zu lassen. »Das schützt den Vierbeiner und es erleichtert dem Jäger die Arbeit und dieser sitzt auch für sie und ihre Hunde da draußen in der Kälte«, so Hans Berger. fb

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