Andreas Abstreiter folgt Leonhard Fenninger als Kommandant nach – »Gut ausgerüstet und bestens ausgebildet«

Führungswechsel bei der Feuerwehr Wonneberg

Wonneberg – Führungswechsel bei der Feuerwehr Wonneberg: Andreas Abstreiter wurde bei der Aktiven-Versammlung zum neuen Kommandanten gewählt. Er löst Leonhard Fenninger ab, der nach zwölf Jahren nicht mehr für das Amt kandidierte. Stellvertretender Kommandant bleibt Helmut Helmberger.

Die Feuerwehr Wonneberg hat eine neue Führung: Unsere Aufnahme zeigt (von links) Kreisbrandmeister Georg Fleischer, den scheidenden Kommandanten Leonhard Fenninger, seinen Nachfolger Andreas Abstreiter, Bürgermeister Martin Fenninger, den Stellvertretenden Kommandanten Helmut Helmberger und Kreisbrandinspektor Günter Wambach. (Foto: Aßmann)

Fenninger hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, nicht mehr für die verantwortungsvolle, ehrenamtliche Tätigkeit kandidieren zu wollen. Seit 31 Jahren ist der 47-Jährige Mitglied der Wonneberger Wehr; 26 Jahre war er davon in leitenden Positionen aktiv. »Jetzt ist es Zeit, dass ein Jüngerer übernimmt«, resümierte der scheidende Kommandant. Fenningers Amtszeit dauert noch bis 31. Januar; im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 16. Januar findet seine offizielle Verabschiedung statt.

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Die Wehr hat elf Frauen unter 88 Aktiven

Zu Beginn der Versammlung hielt er einen ausführlichen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre. Als erfreulich bezeichnete er die Entwicklung der Mitgliederzahl. So zählt die Feuerwehr Wonneberg 88 Aktive über 18 Jahre, darunter elf Frauen. »Das ist respektabel für die Größe unserer Gemeinde«, bekräftigte Fenninger. Altersmäßig am stärksten vertreten sind die unter 20-Jährigen sowie die 40- bis 49-Jährigen. Zwei Fahrzeuge gehören zur Ausrüstung der Wonneberger Feuerwehr.

375 Übungen wurden in den vergangenen sechs Jahren absolviert; dafür leisteten die Aktiven freiwillig 10 400 Stunden ab. Das Hauptaugenmerk lag auf den technischen Hilfeleistungen, die inzwischen rund 80 Prozent der Feuerwehreinsätze ausmachen. Dabei war es Leonhard Fenninger stets wichtig, dass in den Übungen anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen waren. »Das Feuerwehrwesen verändert sich ständig. Wenn man den Anforderungen genügen will, muss man auch komplizierte Sachverhalte üben«, betonte er. Auch Übungen mit den benachbarten Wehren gab es regelmäßig.

Fleißig absolvierten die Mitglieder der Feuerwehr Wonneberg die unterschiedlichen Leistungsprüfungen. »Alle sind immer mit Elan und Eifer bei der Sache«, lobte Leonhard Fenninger und erwähnte in diesem Zusammenhang auch die große Schar engagierter Jugend-Feuerwehrler.

Zu 104 Einsätzen musste die Feuerwehr Wonneberg in den vergangenen sechs Jahren ausrücken; darunter immer häufiger technische Hilfeleistungen aufgrund von Sturmschäden. Der Vollbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in St. Leonhard sowie die Bergung von Fahrgästen eines im dichten Schneetreiben auf offener Strecke liegen gebliebenen Zuges stellten besondere Herausforderungen dar.

Lob für die Kollegen aus Taching am See

Ebenfalls eine schlaflose Nacht für die Wonneberger Einsatzkräfte bedeutete der Brand eines Bauernhauses in Taching am See im Frühjahr. Mit großem Lob bedachte Fenninger dabei seine Kollegen aus der Nachbargemeinde: »Dank ihrer vorausschauenden Entscheidungen und ihres präzisen und schnellen Einsatzes konnte größerer Schaden abgewendet werden. Das verdient höchsten Respekt.«

Ein wichtiges Anliegen war Fenninger die Öffentlichkeitsarbeit. So standen Präsentationen beim »Tag der offenen Tür« ebenso auf dem Programm wie die Teilnahme am »Tag der Vereine« in der Waginger Schule. Darüber hinaus besucht einmal jährlich die 3. Klasse der Grundschule Wonneberg die Feuerwehr. »Auf diese Weise kann man zeigen, dass die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr nicht nur ein Hobby ist, sondern, dass wir etwas können und dass sich die Bürger auf uns verlassen können«, betonte der Kommandant.

Als Höhepunkt seiner Amtszeit bezeichnete er den Kreisjugendfeuerwehrtag, den die Gemeinde im Sommer 2010 ausrichten durfte. Fenningers abschließender Dank galt der Gemeindeführung, die »stets ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr hat.« Bürgermeister Martin Fenninger lobte den Einsatz und die Arbeit des Kommandanten in den vergangenen zwölf Jahren. Er rief die Feuerwehrler weiterhin zu einem guten Zusammenhalt auf. »Wer mit Freude dabei ist, hat auch den Ansporn, sich zu engagieren«, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Kreisbrandmeister Georg Fleischer würdigte Leonhard Fenninger als »ehrlich, engagiert und gradaus«. Der scheidende Kommandant übergebe seinem Nachfolger eine gut ausgerüstete und bestens ausgebildete Feuerwehr. Fleischer forderte die Wonneberger Feuerwehrler auf, in diesem Bestreben auch in Zukunft nicht nachzulassen. »Das habt ihr bei der Wahl des Kommandanten bereits eindrucksvoll bewiesen. Nur dann ist die Feuerwehr stark.« mia