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Fünf Bundesligisten streiten um Europa-Startplätze

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Die Freiburger Jonathan Schmid, Daniel Caligiuri und Max Kruse (v.l.) können Europa klarmachen. Foto: Patrick Seeger Foto: dpa

Berlin (dpa) - Fünf sind noch im Rennen, drei werden es machen. Im Kampf um die restlichen internationalen Plätze in der Fußball-Bundesliga haben der FC Schalke 04, Aufsteiger Eintracht Frankfurt und das Überraschungsteam SC Freiburg ihr Europa-Schicksal selbst in der Hand.


Die vermeintlich leichteste Aufgabe hat der SC aus dem Breisgau, der vor dem vorletzten Spieltag gleich mal den Vertrag mit Trainer Christian Streich langfristig erneuerte.

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Beim Absteiger SpVgg Greuther Fürth kann das Streich-Elftett den Einzug in die Europa League perfekt machen - und womöglich sogar an die Tür zur Champions League klopfen und die Rivalen Schalke und Frankfurt unter Druck setzen. Oder schafft es die Eintracht von der zweiten Liga gleich in die Qualifikation zur Königsklasse? Die Ausgangslage ist spannend: Schalke, das den VfB Stuttgart empfängt, ist Tabellenvierter mit 52 Punkten, drei Zähler weniger hat die Eintracht (49), die beim abstiegsgefährdeten SV Werder Bremen antreten muss, einen weiteren Punkt zurück liegt der Sportclub (48).

Danach kommen der Hamburger SV (45), zu Gast bei der TSG Hoffenheim, die jeden Zähler zum Verbleib in der Liga braucht, und Gladbach (44), das beim FSV Mainz antreten muss. Mit Siegen wären Schalke, Frankfurt und Freiburg - dank des besseren Torverhältnisses - in Europa dabei. Für den HSV und Gladbach wäre das Hoffen vorbei.

«Wenn wir es nicht so hinkriegen wie gegen Augsburg, mit diesem totalen Kampf, dann reicht es nicht», warnte Freiburgs Coach Streich aber eindringlich - allerdings liegt die letzte Niederlage gegen Fürth zehn Jahre zurück. Gelingt den Südbadenern ein Sieg in ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison, können sie erstmals seit der Saison 2000/01 wieder international spielen. Im Vergleich zu Verfolger HSV (-13) und Gladbach (-5) spricht die Torbilanz klar für den SC (+5).

Bei Frankfurt ist der letzte Europa-Einsatz noch nicht so lange her: 2006/07 waren die Hessen international vertreten. «Wir haben bis jetzt eine tolle Saison gespielt und würden uns unheimlich freuen, wenn es am Samstag klappen würde», betonte Trainer Armin Veh. «Ich würde sofort unterschreiben, wenn wir Fünfter werden», sagte der Coach vor dem Match gegen den Tabellen-14.. Gegen die Bremer muss er aber eventuell auf Top-Torjäger Alex Meier (15 Treffer) verzichten: «Er hat Probleme mit den Bändern.»

Schützenhilfe könnten ausgerechnet die zuletzt zweimal punktlosen Stuttgarter ihren Landesrivalen aus Freiburg und dem nördlichen Nachbarn aus Hessen leisten. Sportdirektor Fredi Bobic bekräftigte vor dem Match gegen Schalke, dass es an der Zeit sei für den Pokalfinalisten, «wieder in die Spur zu kommen».

Das könnte die Gelsenkirchener vom Weg in die Champions League abbringen. «Wir werden auf jeden Fall voll draufgehen», kündigte Schalkes Goalgetter Klaas-Jan Huntelaar aber bereits an. «Ich hoffe natürlich, dass wir den vierten Platz schon am Samstag klarmachen können.» Nach der Vertragsverlängerung von Julian Draxler, die am Freitag offiziell verkündet wurde, könnten ein Sieg und die mögliche Quali für die Königsklasse auch die Zeit von Trainer Jens Keller bei den Knappen verlängern.

Gefahr von Hamburg und Gladbach droht den Schalkern nicht mehr. Beide können höchstens noch dem Sportclub und der Eintracht gefährlich werden. «Rein rechnerisch ist noch alles drin. Und genau das wollen wir uns aufrechterhalten und bis zum Schluss alles für einen internationalen Platz geben», meinte HSV-Trainer Thorsten Fink.