Fünffach Gesuchter bei Grenzkontrolle am Bahnhof Freilassing verhaftet

Fünffach Gesuchter bei Grenzkontrolle am Bahnhof Freilassing verhaftet
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Foto: Bundespolizei

Freilassing – Die Bundespolizei verhaftete am Dienstag, 3. August, bei Grenzkontrollen am Bahnhof Freilassing einen fünffach gesuchten 25-jährigen Afghanen. Der wegen eines Sexualdelikts zu einer Bewährungsstrafe verurteilte junge Mann war nach seiner Abschiebung entgegen eines Einreiseverbots nach Deutschland zurückgekehrt.


Bundespolizisten kontrollierten am Dienstagabend am Bahnhof Freilassing einen jungen Mann, der gerade mit dem Zug aus Bad Reichenhall angekommen war. Da der Reisende keine Ausweispapiere vorzeigen konnte, brachten die Beamten ihn zunächst zum wenige Meter entfernten Dienstraum. Dort stellten die Grenzfahnder die Identität des Mannes mithilfe seiner Fingerabdrücke fest und erkannten, dass gleich fünf Fahndungsnotierungen gegen den 25-Jährigen vorlagen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg suchte wegen Diebstahls, Erschleichen von Leistungen und uneidlicher Falschaussage nach dem jungen Mann. Außerdem ließ ein Landratsamt wegen einer asylrechtlichen Angelegenheit nach dem Afghanen fahnden.

Im Jahr 2019 war der 25-Jährige wegen Vergewaltigung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt und kurz darauf nach Afghanistan abgeschoben worden. Gleichzeitig hatten die Behörden ein Einreiseverbot und einen Sicherungshaftbefehl gegen ihn verhängt. Da der Afghane eigenen Angaben zufolge kurz zuvor bei Bad Reichenhall zu Fuß über die Grenze gegangen und damit verbotenerweise erneut nach Deutschland eingereist war, muss er nun ins Gefängnis.

Die Beamten zeigten den Mann wegen unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts sowie Verstoßes gegen ein Einreiseverbot an. Da die Staatsanwaltschaft in drei weiteren Strafverfahren gegen den Mann ermittelt, führten die Beamten den Afghanen am Mittwoch, 4. August, dem Ermittlungsrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.

fb/red