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Für bessere Luft könnten Autos stehen bleiben

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Das Bundesverwaltungsgericht
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Richter haben eine wichtige Entscheidung getroffen: Städte dürfen jetzt Straßen für bestimmten Autos sperren. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Dicke Luft! So nennt man es manchmal, wenn Leute sich streiten: Zwischen denen herrscht aber dicke Luft, heißt es dann. Aber zurzeit spricht man auch oft von dicker Luft in Städten. Dann ist gemeint: Es gibt Ärger, weil besonders viele schädliche Stoffe in der Luft herumfliegen.


Einer dieser Stoffe heißt Stickstoff-Oxid. Dieses Gas kann Menschen krank machen und der Umwelt schaden. Stickstoff-Oxide entstehen unter anderem, wenn viele Autos mit einem Diesel-Motor unterwegs sind. Denn vor allem die älteren pusten eine Menge Stickstoff-Oxide in die Luft.

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Für solche Stickstoff-Oxide gelten in Deutschland Höchstgrenzen. Allerdings wurden die in manchen Städten zuletzt häufig überschritten. Die Luft war dann also viel zu schmutzig.

Deshalb forderten zum Beispiel Umweltschützer: Dagegen muss etwas getan werden! So sollten an Tagen mit sehr schmutziger Luft Straßen für bestimmte Diesel-Autos gesperrt werden. Die Städte sollen also Fahr-Verbote erlassen. Das wollten aber viele Städte nicht, auch viele Autofahrer und auch Autohersteller sind gegen solche Verbote. Denn ein Auto, was nicht immer und überall fahren darf, ist weniger wert und weniger nützlich.

Am Dienstag entschieden Richter in der Stadt Leipzig aber: Ja, solche Fahr-Verbote darf es geben, damit die Luft sauberer wird. Ein Umweltschützer freute sich danach: »Wir haben ab heute Diesel-Fahrverbote durchgesetzt.« Ein anderer sagte: Die Entscheidung sei gut für die Gesundheit der Menschen.

Die Richter sagten aber auch: Die Städte müssen darauf achten, dass für einige Leute kein zu großer Schaden entsteht. Etwa, weil sie dann ihre Arbeit nicht mehr machen können. So könnte es zum Beispiel Ausnahmen vom Fahr-Verbot geben für Handwerker. Denn die nutzen häufig Diesel-Autos und transportieren damit ihr Material. Die Städte haben nun einige Monate Zeit, sich genaue Regeln zu überlegen.